Allgemeine Grundlagen und Methoden des zusammengefassten Abschlusses

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5. Desinvestitionen

Vollsortiment Italien

Der Vorstand der RZF hatte 2014 beschlossen, sich aus dem Vollsortimentsgeschäft in Italien zurückzuziehen, und die Geschäftseinheit BILLA Italien veräußert. Entsprechend wurde diese Geschäftseinheit als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert.

Der Geschäftsbereich wurde in den Folgejahren bis auf einige Immobilien abgewickelt. Im Geschäftsjahr wurde eine Immobilie mit einem Restbuchwert von 1,9 Mio. € zu einem Veräußerungspreis von 0,6 Mio. € veräußert. Der Veräußerungsverlust wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Zum 31. Dezember 2017 wird für die noch verbliebenen Immobilien keine Veräußerung mehr erwartet. Daher werden diese bilanziell nicht länger als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Der reklassifizierte Betrag beträgt 7,4 Mio. €. Die Bewertung erfolgte zu den fortgeführten Anschaffungskosten, die sich ohne eine Einstufung als zur Veräußerung verfügbar ergeben hätten. Der Anpassungsbetrag in Höhe von 3,7 Mio. € wurde im Ergebnis aus fortgeführten Bereichen in der Position Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Eine Reklassifizierung erfolgte ebenfalls für das sonstige Sachanlagevermögen in Höhe von 0,2 Mio. €.

Entwicklung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte
in Mio. €
Stand 31.12.2016VeränderungUmgliederungStand 31.12.2017
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien13,05,67,40,0
sonstiges Sachanlagevermögen 0,20,00,20,0
Summe Vermögenswerte13,25,67,60,0

Im Vorjahr erfolgte letztmalig der Ausweis als aufgegebener Geschäftsbereich. Das Ergebnis betrug 10,6 Mio. € und wurde ausschließlich den Anteilseignern der Mutterunternehmen zugerechnet.

Unterhaltungselektronik (ProMarkt)

Im Geschäftsjahr 2013 wurde die operative Tätigkeit des Geschäftsbereichs Unterhaltungselektronik eingestellt und in den Folgejahren abgewickelt. Im Vorjahr erfolgte letztmalig der Ausweis als aufgegebener Geschäftsbereich. Das Ergebnis betrug 1,0 Mio. € und wurde ausschließlich den Anteilseignern der Mutterunternehmen zugerechnet.

BILLA Rumänien

Der Geschäftsbereich BILLA Rumänien wurde 2015 als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert.

Das Ergebnis dieses aufgegebenen Geschäftsbereichs betrug im Vorjahr 6,8 Mio. € und wurde ausschließlich den Anteilseignern der Mutterunternehmen zugerechnet.

Im Rahmen der Entkonsolidierung wurden im Vorjahr 18,8 Mio. € Währungskurseffekte erfolgswirksam erfasst, die bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden.

PENNY Bulgarien

Mit dem Beschluss des Marktaustritts und damit der Schließung von PENNY Bulgarien wurde diese Geschäftseinheit im Vorjahr als aufzugebender Geschäftsbereich klassifiziert. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung für das Vorjahr wurden letztmalig entsprechend den Regelungen des IFRS 5 umgegliedert.

Das Ergebnis dieses aufgegebenen Geschäftsbereichs betrug 7,4 Mio. € und wurde ausschließlich den Anteilseignern der Mutterunternehmen zugerechnet.

BILLA KROATIEN

BILLA Kroatien wurde im Vorjahr als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz in zusammengefasster Form und getrennt von den übrigen Vermögenswerten und Schulden ausgewiesen. Die Entkonsolidierung erfolgte zum 31. März 2017.

Zusammensetzung des Ergebnisses des aufgegebenen Geschäftsbereichs
in Mio. €
20172016
Erträge48,2204,7
Aufwendungen52,2260,3
Verlust aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich-4,0-55,6

Das Ergebnis dieses aufgegebenen Geschäftsbereichs ist ausschließlich den Anteilseignern der Mutterunternehmen zuzurechnen. Das Ergebnis enthält im Berichtsjahr 1,1 Mio. € Ertragsteueraufwendungen (Vorjahr: 6,5 Mio. € Erträge).

Der aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich resultierende Abgangsverlust ergibt sich wie folgt:

in Mio. €
2017
  Erhaltene Gegenleistung75,6
  Vermögenswerte per 31. Dezember 201664,5
  Veränderungen 1. Januar bis 31. März 20179,5
  Sondereffekt Transaktion mit fortgeführtem Geschäftsbereich5,6
Verlust aus der Veräußerung des aufgegebenen Geschäftsbereichs-4,0

Im Zusammenhang mit der Veräußerung dieses aufgegebenen Geschäftsbereichs wurden Rückstellungen in Höhe von 3,5 Mio. € gebildet, die unter den Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen werden.

Vor Umgliederung nach IFRS 5 wurden sämtliche Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Transaktionen zwischen dem aufgegebenen und dem fortgeführten Geschäftsbereich eliminiert.

Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen aufgegebenem und fortgeführtem Geschäftsbereich
in Mio. €20172016
 Materialaufwendungen5,625,8
Verlust5,625,8

Immobilien

Die zum 31. Dezember 2016 als zur Veräußerung gehalten klassifizierten drei Immobilien wurden im Berichtsjahr zu Buchwerten veräußert. Im Berichtsjahr wurden weitere drei Immobilien im Handel International als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Ihre beizulegenden Zeitwerte belaufen sich auf insgesamt 1,8 Mio. €. Alle Immobilien wurden nach den Regelungen des IFRS 5 bewertet.

UAB Palink

Mit Vertrag vom 22. Dezember 2016 verkaufte die REWE-Beteiligungs-Holding International GmbH, Köln, sämtliche Anteile an der UAB Palink, Vilnius (Litauen). Der Verkauf enthält variable Kaufpreisbestimmungen und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Der endgültige Veräußerungspreis kann somit erst nach Vollzug der Eigentumsübertragung ermittelt werden. Aufgrund der Veräußerungsabsicht wurde die Beteiligung bereits im Vorjahr als zur Veräußerung bestimmt eingestuft und mit dem beizulegenden Zeitwert (abzüglich Veräußerungskosten) von 80,0 Mio. € bewertet. Bis zum Zeitpunkt der Umklassifizierung wurde die Beteiligung nach der Equity-Methode bilanziert. Der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich Veräußerungskosten wurde als ein beizulegender Zeitwert der Stufe drei eingeordnet. Das Closing wird für die erste Jahreshälfte 2018 erwartet.