Prognosebericht

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2. Erwartete Umsatz- und EBITA-Entwicklung

Für das Jahr 2018 plant die REWE Group leicht steigende Umsätze, die durch ein verstärktes Wachstum aufgrund von Expansion und durch die positive Entwicklung auf bestehender Fläche geprägt sind. Die geplante Ergebnisentwicklung wird 2018 vor allem durch Integrations- und Umbaukosten der Akquisitionen des Vorjahres sowie durch verstärkte Investitionen in das Online- und das stationäre Geschäft beeinflusst. Der weiterhin verschärfte Wettbewerbs- und Preisdruck belasten die zukünftige Ergebnisentwicklung.

Handel Deutschland

In der Sparte REWE stehen 2018 die Ausweitung des Lieferservices sowie die Stärkung der Preis- und Leistungswahrnehmung im stationären Geschäft im Vordergrund. Investitionen in das bestehende Ladennetz, die Integration der übernommenen ehemaligen Kaiser‘s Tengelmann-Märkte und der Gesellschaften der Supermärkte Nord sowie das vollkonsolidierte Gemeinschaftsunternehmen mit der REWE Dortmund führen zu einer Steigerung der Umsätze, belasten aber in den Integrations- und Umbaujahren das Ergebnis.

Für die Sparte PENNY erwarten wir eine fortgesetzt positive Umsatzentwicklung. Maßgeblich hierfür ist die weitere Investition in das bestehende Ladennetz, die Optimierung der Sortimente sowie eine steigende Filialanzahl. Umsatzreduzierend wirken sich die verschärfte Wettbewerbssituation und der daraus resultierende hohe Preisdruck aus. Der verstärkte Preisdruck, Investitionen in das Ladennetz sowie Projekte zur Optimierung der Sortimente und der Kundenbindung belasten das prognostizierte Ergebnis 2018 gegenüber dem Jahr 2017, sichern aber langfristig die Wettbewerbsfähigkeit.

Handel International

Im Vollsortiment Österreich und CEE wird 2018 ein leicht steigender Umsatz gegenüber 2017 erwartet. Die durchgeführten und noch geplanten Modernisierungen führen weiterhin zu einem Umsatz- und Ergebniswachstum. Die Repositionierung von BIPA Österreich läuft plankonform, belastet jedoch auch 2018 die Entwicklungen bei Umsatz und Ertrag. Sie bildet aber die Grundlage für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit in einem starken Umfeld. Auch in Osteuropa wird durch eine verstärkte Expansion mit steigenden Umsätzen und stabilen Ergebnissen gerechnet. Die Situationen in Russland und der Ukraine bleiben auch künftig herausfordernd.

Bei Penny International wird ein steigender Umsatz gegenüber 2017 erwartet. Dies ist vor allem auf die positive Entwicklung bestehender Flächen sowie auf die weitere Expansion zurückzuführen. Die positive Umsatz- und Rohertragsentwicklung wirkt sich positiv auf die Ertragslage aus, wird aber durch verstärkte Kostensteigerungen zum großen Teil wieder kompensiert. Aufgrund verschiedener Projektaktivitäten, der Expansion in die Infrastruktur sowie der geplanten Kostensteigerung wird das geplante Ergebnis unterhalb des Jahres 2017 liegen.

Touristik

Die Touristik plant nach der erfolgreichen Integration der Kuoni-Aktivitäten in 2017 ein deutliches Umsatzplus und eine Ergebnissteigerung für 2018. Die Weiterentwicklung der touristischen Aktivitäten steht weiterhin im Mittelpunkt des Handelns.

Fachmarkt National

Der Fachmarkt National geht von einer leichten Verbesserung der Umsatzsituation aus und plant bei steigenden Umsätzen ein leicht rückläufiges Ergebnis. Die Weiterentwicklung der Online-Aktivitäten in Verbindung mit dem stationären Geschäft steht zukünftig im Fokus des Handelns.

Gesamtaussage der Unternehmensleitung zur Umsatz-, EBITA- und Verschuldungsentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir für die Geschäftseinheiten weiterhin leicht steigende Umsätze bei einem leicht steigenden Preisniveau. Weitere Expansionen und Umbauaktivitäten werden langfristig die Umsatzentwicklung stützen.

Die Entwicklung des EBITA der Konzerne wird durch die Integration der Supermärkte Nord sowie die übernommenen Märkte der ehemaligen Kaiser‘s Tengelmann-Gruppe beeinflusst.

Trotz der zurückhaltenden Preisentwicklung sowie der verstärkten Aktivitäten im nationalen und internationalen Online-Geschäft erwarten wir für 2018 ein leicht höheres EBITA als in 2017.

Als Resultat der hohen Investitionen wird die Nettoverschuldung der Gruppe bis zum Jahresende 2018 stark anwachsen. Dafür ist im Rahmen der aktuellen Kreditlinien ausreichend Vorsorge getroffen worden.

 

Köln, den 23. März 2018