Prognosebericht

Download

1. Künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Prognosebericht berücksichtigt die zum Zeitpunkt der Berichterstellung bekannten relevanten Fakten und Ereignisse, die die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Die Prognosen basieren im Wesentlichen auf den Analysen des International Monetary Fund (IMF) und der Gemeinschaftsdiagnose.

Prognose der Wirtschaftsdaten der REWE Group-Länder
In Prozent1BIPInflationArbeitslosigkeit
2017e2018e2017e2018e2017e2018e
Deutschland2,52,31,61,63,63,3
Österreich2,31,92,01,85,45,1
Tschechien3,52,62,42,13,02,7
Italien1,61,41,41,211,210,9
Ungarn3,23,42,52,84,24,0
Russland1,81,74,23,95,55,5
Rumänien5,54,41,02,55,25,1
Slowakei3,33,71,31,77,87,0
Bulgarien3,63,21,21,66,15,5
Schweiz1,01,30,50,63,03,0
Großbritannien1,71,52,62,54,44,6
Schweden3,12,42,01,86,86,5
Norwegen1,41,62,12,04,03,8
Dänemark1,91,81,11,65,85,6
Ukraine2,03,212,810,09,59,3
Kroatien2,92,71,31,610,89,9
  • Quellen: International Monetary Fund, World Economic Outlook Database Oktober 2017, Update Januar 2018; Gemeinschaftsdiagnose (Herbst 2017)
  • e = erwartet; ¹ BIP-Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Deutschland wird 2018 erneut ein hohes Wachstum ausweisen. Bei einer Inflationserwartung auf Höhe des Vorjahres und einer stabilen Kaufkraft bleiben, zusätzlich zur erwarteten positiven Entwicklung der Weltwirtschaft, der private Konsum und das Baugewerbe die Treiber der Konjunktur. Bei einer stabilen Arbeitsmarktentwicklung und einer weiter sinkenden Arbeitslosenquote sind aber keine wesentlichen zusätzlichen wirtschaftlichen Impulse zu erwarten. Unsicher ist, wie sich die zukünftige Wirtschaftspolitik der USA auf die Entwicklung der Weltwirtschaft auswirken wird.

Für Österreich erwarten wir ein geringeres Wachstum als in Deutschland. Die Wirtschaft in Österreich wird, wie in Deutschland, vor allem durch die inländische Nachfrage und die gute internationale Konjunktur getrieben. Der private Konsum stützt die Konjunktur, hat aber durch die stabilen Realeinkommen keine wesentliche Schubkraft. Die Arbeitslosenquote wird sich auf 5,1 Prozent verbessern. Die Verbraucherpreise werden 2018 leicht unter den Werten von 2017 liegen, da weder von der Rohstoffpreis- noch von der Lohnstückkostenentwicklung besonderer Preisdruck ausgeht.

Die konjunkturelle Entwicklung in Italien zeigt 2018 mit 1,4 Prozent eine leicht rückläufige Tendenz und bleibt hinter der europäischen Entwicklung zurück. Eine Zunahme der Inlandsnachfrage sowie die gute konjunkturelle internationale Entwicklung schaffen aber gute Voraussetzungen für eine zukünftige positivere Entwicklung. Ein wesentliches Risiko für die weitere Entwicklung bleibt die nach wie vor hohe Staatsverschuldung.

Die Konjunktur in den osteuropäischen Ländern, in denen die REWE Group vertreten ist, wird sich künftig auf einem hohen Niveau stabil entwickeln. Der positive Verlauf wird durch die Inlandsnachfrage gestärkt. Steigende Investitionen sowie ein zum Teil deutlicher Aufschwung im Bausektor unterstützen die Entwicklung. Die Arbeitsmarktzahlen verbessern sich weiterhin und die Beschäftigung nimmt zu. Aufgrund der positiven Entwicklung bei der Beschäftigung kommt es in einigen Ländern zu einem vermehrten Fachkräftemangel.

Das Wirtschaftswachstum der Schweiz wird sich 2018 gegenüber 2017 leicht verbessern, mit 1,3 Prozent aber immer noch unterhalb des Niveaus von Deutschland liegen. Positiv auf die Entwicklung wirken sich die private und die staatliche Konsumnachfrage aus. Ein steigender Kaufkraftgewinn durch geringe Preisentwicklungen trägt zusätzlich zu der positiven Wirtschaftsentwicklung bei.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Großbritannien ist vor allem durch die Unsicherheiten des bevorstehenden „Brexit“ geprägt. Grundsätzlich geht man für 2018 von fallenden Wachstumsraten gegenüber 2017 aus. Es herrscht nach wie vor eine große Ungewissheit über die zukünftige Entwicklung des Landes, vor allem in Bezug auf die Verhandlungsergebnisse mit der Europäischen Union.

In Skandinavien gehen wir für 2018 grundsätzlich weiterhin von einer stabilen Wachstumsgeschwindigkeit aus. Für Norwegen erwarten wir eine leicht bessere Entwicklung als 2017. Schweden und Dänemark werden sich mit 2,4 Prozent und 1,8 Prozent unter dem Vorjahr entwickeln. Die optimistische Einschätzung der Konsumenten und der Industrie wirkt nach wie vor als treibende Kraft auf die Konjunktur.