WIR
erfolgreich & transparent

Bericht des
Vorstands

Mit einem kräftigen Umsatzwachstum von rund 2 Milliarden Euro hat die REWE Group das Geschäftsjahr 2021 erfolgreich abgeschlossen und damit erneut ihre Leistungsstärke unter den herausfordernden Bedingungen der Corona-Pandemie unter Beweis gestellt. Der Gesamtaußenumsatz aus fortzuführendem Geschäft stieg um 2,5 Prozent von 74,6 Milliarden auf 76,5 Milliarden Euro.
Gruppenfoto des REWE Group-Vorstands
Sören Hartmann, Jan Kunath, Lionel Souque (CEO) und Dr. Christian Mielsch (v.l.n.r.)

REWE GROUP

Starke wirtschaftliche Entwicklung im In- und Ausland

Wir sind sehr zufrieden mit der starken wirtschaftlichen Entwicklung unseres Handels- und Touristikunternehmens im In- und Ausland. Leider war auch das zurückliegende Jahr geprägt von zahlreichen Belastungen durch die Corona-Pandemie. Darunter hat erneut unsere Touristik-Sparte gelitten; und leider blieb der Lockdown zu Beginn des Jahres 2021 auch nicht ohne negative Folgen für die Umsätze in unserer Baumarkt-Sparte. Umso erfreulicher ist es, dass wir die 2020 außerordentlich stark gewachsenen Umsatzerlöse im Lebensmittelhandel sowohl in Deutschland als auch in unseren europäischen Auslandsmärkten nicht nur halten, sondern teilweise nochmals steigern konnten. Dies war für uns bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2021 keine Selbstverständlichkeit. Umso erfreulicher, dass wir unsere geplanten Budgets übertroffen haben. Wir sind und bleiben auf einem dynamischen Kurs des profitablen Wachstums. Sehr herzlich möchten wir uns bei den 380.000 Mitarbeitenden im In- und Ausland bedanken, die der Schlüssel zum Erfolg unserer Gruppe sind und die einmal mehr Hervorragendes geleistet haben.

Erneut überdurchschnittlich positiv entwickelte sich das Geschäft der selbständigen REWE-Kaufleute in Deutschland, die nach einem Umsatzzuwachs von 20,5 Prozent im Jahr 2020 nochmals ein Plus von 4,8 Prozent im zurückliegenden Geschäftsjahr erreichten.

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie haben wir bewiesen, dass unsere Geschäftsmodelle im In- und Ausland sehr robust sind und wir trotz aller Herausforderungen weiter aus eigener Kraft organisch wachsen. Beeindruckend war unter anderem die Entwicklung des Convenience-Geschäfts von Lekkerland, das sich auch unter den Bedingungen der durch Corona eingeschränkten Mobilität weiterhin sehr positiv entwickelt hat. Gleichzeitig arbeiten wir national und international an der kontinuierlichen Modernisierung unseres Geschäfts, an neuen Geschäftsmodellen und an der umfassenden Digitalisierung unseres Unternehmens. Beispiele des vergangenen Jahres dafür sind die Umstellung von MERKUR auf BILLA PLUS, der Roll-out des Markthallenkonzepts bei PENNY, die zahlreichen Tests mit Innovationen wie dem ersten Pick & Go-Markt von REWE und die neue Generation von Green Building-Märkten ebenso wie die strategische Beteiligung an FLINK oder die Beteiligungen unserer DER Touristik Gruppe an Aldiana und DSR Hotels.

REWE-Konzern

Wachstum bei Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz des REWE-Konzerns – ohne selbständigen Einzelhandel und At-Equity-Gesellschaften – aus fortzuführendem Geschäft stieg im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent (wechselkursbereinigt +2,4 Prozent) von 67,7 Milliarden auf 69,4 Milliarden Euro. Dabei wuchs der REWE-Konzern in Deutschland um 1,2 Prozent auf 47,2 Milliarden Euro und im Ausland um 5,5 Prozent (wechselkursbereinigt +5,2 Prozent) auf 22,2 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis EBITA erhöhte sich von 1,22 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 1,49 Milliarden Euro.

Das Konzernjahresergebnis EAT stieg von 415 Millionen auf 756 Millionen Euro.

Das EBITDA des REWE-Konzerns belief sich auf 4,4 Milliarden Euro nach 4,3 Milliarden Euro im Jahr 2020.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 2,3 Milliarden Euro und damit rund 400 Millionen Euro mehr als im Geschäftsjahr zuvor. Für das laufende Jahr planen wir Investitionen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro.

Umsatz­entwicklung in den Geschäfts­feldern

Im Geschäftsfeld Handel Deutschland wurde ein Umsatz von 35,0 Milliarden Euro erzielt. Das Geschäftsfeld umfasst die Sparten REWE, PENNY Deutschland und Handel Deutschland Zentralgesellschaften. Neben den inländischen Immobiliengesellschaften sind auch die Produktion und der Vertrieb von Backwaren unter der Marke Glocken Bäckerei und die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren unter der Marke Wilhelm Brandenburg dem Handel Deutschland zugeordnet.

Das Vollsortiment National erzielte ein Umsatzplus von 0,9 Prozent auf 26,7 Milliarden Euro. Darin enthalten sind der Einzelhandelsumsatz der REWE-Filialen und der Großhandelsumsatz mit den Kaufleuten sowie sonstigen Partnern.

Im Discount National erreichte PENNY Deutschland 2021 Umsatzerlöse in der Höhe des Vorjahres von 8 Milliarden Euro.

Im Geschäftsfeld Handel International werden die Geschäftsfelder Vollsortiment International und Discount International zusammengefasst. Im Geschäftsfeld Handel International wurde ein Umsatz von 15,7 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht einem Umsatzplus von 2,3 Prozent (wechselkursbereinigt um 2,0 Prozent).

Im Vollsortiment International wurde im vergangenen Geschäftsjahr BILLA Russland veräußert. Damit verblieben die Supermarkt- und Drogeriemarkt-Aktivitäten in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Bulgarien, Kroatien und Litauen. Der Umsatz stieg insgesamt um 2,6 Prozent (wechselkursbereinigt um 2,2 Prozent) von 9,8 Milliarden auf 10,1 Milliarden Euro. Dabei erreichte der Umsatz im Vollsortiment Österreich mit BILLA, BIPA und ADEG ein Plus von 2,3 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro. Beim Vollsortiment CEE wuchs der Umsatz um 3,2 Prozent (wechselkursbereinigt um 2 Prozent) auf 3,1 Milliarden Euro.

Im Discount International erreichte PENNY in den Ländern Italien, Österreich, Ungarn, Rumänien und Tschechien zusammen ein Umsatzplus von 1,8 Prozent (wechselkursbereinigt +1,6 Prozent) auf 5,6 Milliarden Euro.

Im Geschäftsfeld Convenience mit dem nationalen und internationalen Geschäft der Lekkerland Gruppe wuchs der Umsatz um 4,4 Prozent von 13,1 Milliarden auf 13,7 Milliarden Euro.

Die Umsätze im Geschäftsfeld Baumarkt mit u.a. toom Baumarkt reduzierten sich gegenüber dem sehr starken Vorjahr um 11,5 Prozent von 2,7 Milliarden auf 2,4 Milliarden Euro, lagen damit aber immer noch um 6,9 Prozent über dem Vorkrisenjahr 2019.

Dagegen stiegen die Umsätze im Geschäftsfeld Touristik nach dem Einbruch des Jahres 2020 im vergangenen Geschäftsjahr um 57,5 Prozent von 1,3 Milliarden auf 2,0 Milliarden Euro; sie erreichten damit 41 Prozent des Umsatzes im Geschäftsjahr 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie.