REWE-KAUFLEUTE UND ZENTRALE

Gemeinsam die
Zukunft gestalten

Frühzeitig erkennen, welchen Service Kunden wünschen, ob im Markt oder beim Online-Einkauf: Daran arbeitet die REWE Group gemeinsam mit ihren Kaufleuten in verschiedenen Gremien und Projekten.

7.503 Einwohner, verteilt auf 13 weit verstreute Stadtteile – willkommen in Homberg (Ohm) inmitten des hessischen Städtedreiecks Marburg – Bad Hersfeld – Gießen. Ein Supermarkt, der hier bestehen will, muss mehr bieten als die Möglichkeit, im Laden einzukaufen. Das hat Michael Fricke, seit mehr als 25 Jahren REWE-Kaufmann in Homberg, früh erkannt. „Wenn es für die Kunden Mühe macht, in meinen Markt zu kommen, weil sie vielleicht nicht mobil sind, muss ich zu ihnen kommen. Deshalb habe ich schon vor 20 Jahren begonnen, Lebensmittel nach Hause zu liefern“, erzählt er. 2013 erweiterte Fricke seinen Service noch einmal: Als erster REWE-Kaufmann in Deutschland bot er seinen Kunden an, ihre Einkäufe abholbereit zu kommissionieren. „Mit diesem Abholservice habe ich eine weitere neue Zielgruppe gewonnen: Familien, die tagsüber bestellen und abends auf dem Heimweg von der Arbeit schnell den Einkauf in den Wagen packen.“

Fricke ist experimentierfreudig und offen für Neues, technische Innovationen eingeschlossen. Deshalb gehört er zur Gruppe der bundesweit sieben REWE-Kaufleute, die als Experten für vertriebliche und digitale Themen („TEK Vertrieb/Marketing/Digital“) in ihrer Region tätig sind. In dieser Funktion besetzt der hessische Kaufmann viele Rollen: Er ist Ansprechpartner und Sprachrohr für andere Kaufleute, Sparringspartner für das Management und Multiplikator für die gesamte Kaufmannschaft. 

Kaufleute und Management der REWE Group arbeiten, dem genossenschaftlichen Prinzip folgend, gemeinsam daran, die Leistungsfähigkeit der Organisation zu verbessern und die Marktposition der Kaufleute – die Mitglieder der Genossenschaft – zu stärken. Gemeinsam bessere Ergebnisse erzielen als im Alleingang: Mit dieser Leitidee entwickeln Management und Kaufleute in engem Austausch Lösungen für viele Zukunftsthemen der REWE-Supermärkte; dies gilt auch für den Bereich der Digitalisierung. Zentrales Element der Zusammenarbeit ist der Wissenstransfer.

REWE Abholservice
Online Einkaufen über die REWE-App

Lebensmittel online bestellen, liefern lassen oder am REWE-Markt abholen.

Der REWE-Lieferservice bringt den Einkauf bis an die Haustüre
Abholservice-Station am REWE-Markt von Michael Fricke in Homberg.

Abholservice-Station am REWE-Markt von Michael Fricke in Homberg.

REWE.de-Lieferfahrzeug am Zielort
REWE Abholservice-Station

Regionale und nationale Zentralbereiche binden die Kaufleute in Arbeitsgruppen und Projekte fest ein. Denn ihre Erfahrung als Händler und ihr Gespür für den Wettbewerb verbessern die Entscheidungsfindung. Die Kaufleute sind wichtige Innovationstreiber und verschaffen allen in der Genossenschaft immer wieder Wettbewerbsvorteile. „Beim Start neuer Projekte und Arbeitsgruppen fragen wir immer, wie das Wissen der Kaufleute einbezogen werden kann. Mit den ,Themen-Experten-Kaufleute‘ (TEK) gelingt es immer, diejenigen Kaufleute mit einzubinden, die ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärt haben und die im jeweiligen Themenfeld über eine besondere Expertise verfügen. Diese Vorgehensweise in die Organisation zu integrieren und diese Möglichkeit zielführend zu nutzen ist ein besonderer Vorteil, den wir uns erarbeitet haben“, sagt Thomas Nonn, als Bereichsvorstand der REWE Group unter anderem für die Einbindung der Kaufleute zuständig.

Mitarbeiten, Mitentscheiden, Mitverantworten

Das Zusammenspiel von Unternehmertum und zentralen Dienstleistungen der REWE ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil und bietet auch die Basis für den weiteren Erfolg in Zukunft. Genau dieses Zusammenspiel von Kaufleuten und Management wurde 2009 in der Münchner Deklaration neu definiert, nachhaltig fixiert und danach konsequent weiterentwickelt und in der Organisation etabliert.

Mitarbeiten, Mitentscheiden, Mitverantworten: Diese Schlagwörter charakterisieren die so geschaffene Kultur, die sich auch in der Organisationsstruktur der REWE wiederfindet. So sind z.B. einzelne Kaufleute heute aktiver Teil der Managementstruktur der REWE. Als Geschäftsleiter Kaufleute übernehmen sie als angestellte Manager in Teilzeit zusätzliche Verantwortung in ihrer Region. Darüber hinaus können sich die über 1.800 Kaufleute in verschiedenen Gremien einbringen, als Themenexperten fungieren oder in Projekten mitarbeiten oder entscheiden, so wie Michael Fricke und sechs weitere REWE-Kaufleute als TEK Vertrieb/Marketing/Digital.

Der Abholservice, bei dem Fricke in Homberg als Pionier agierte und der nun bundesweit ausgerollt wird, war so ein Projekt. Ein anderes, aktuelles Vorhaben, bei dem die Kaufleute ihre Expertise einbringen, ist der regionale Lieferservice – ein Angebot, wie es Kaufmann Fricke und viele andere im Grunde seit Jahren machen. Nun wird es in der Version 2.0 multipliziert, optimiert durch die Kompetenz, die ,REWE digital‘ in den vergangenen Jahren beim Aufbau des zentralen Lieferdienstes entwickelt hat. Die regionale Version funktioniert so: Kunden registrieren sich auf der „Mein Markt“-Seite des teilnehmenden Marktes, bestellen in dessen individuellem Online-Shop und geben ein Zeitfenster an, innerhalb dessen der Einkauf geliefert werden soll. „Bei der Gestaltung dieses Service ist der Kaufmann frei: Er bestimmt die Mindestbestellmenge, legt die Liefergebühr fest und entscheidet, zu welchen Zeiten er ausliefert“, betont Sophie Kamp, die bei der REWE Markt GmbH das Projekt Lieferservice betreut. Immer vorausgesetzt, der Kaufmann möchte seinen Kunden dieses Angebot überhaupt machen. Möglicherweise sieht er im Einzugsbereich seines Marktes gegenwärtig keinen Bedarf für einen Liefer- und/oder Abholservice. Dann belässt er alles beim Alten.

Michael Fricke ist überzeugt, dass er seine Marktposition in Homberg weiter stärken kann, wenn er Kunden Alternativen zum Einkauf im Markt bietet. „Die Herausforderung besteht darin, meine Zielgruppe zu motivieren, Gewohnheiten zu ändern und die Möglichkeiten der Digitalisierung stärker zu nutzen.“ Für ihn hat das enge Zusammenspiel mit ‚REWE digital‘ die Arbeit in vielen Punkten leichter gemacht: Sobald der Kunde seine Online-Bestellung abgeschickt hat, ist die Order auf den mobilen Datenerfassungsgeräten im Markt abrufbar – mit Produktbildern und aufgelistet in der Reihenfolge, in der ein Mitarbeiter sie bei einem Marktdurchlauf aus dem Verkaufsregal greifen kann. Kein Vergleich zu früher, als die Kunden per Telefon oder Fax bestellten und die Marktmitarbeiter mit handgeschriebenen Zetteln durch den Laden liefen und den Warenkorb zusammenstellten.

1.800

Über 1.800 Kaufleute prägen das Unternehmen mit.

SMART SHOPPEN ist mit dem Handscanner im REWE Markt in Köln-Rodenkirchen

SMART SHOPPEN ist mit dem Handscanner oder dem Smartphone im REWE Markt in Köln-Rodenkirchen möglich.

Dongles-Auszeichnung für den Smart Shoppen-Scan
Smart Shoppen: Scan mit dem Handscanner
Smart Shoppen: Scan mit dem Smartphone
Smart Shoppen: Scan mit dem Smartphone
Smart Shoppen
Smart Shoppen: Handscanner

SMART SHOPPEN

Wie kann die Digitalisierung helfen, Kunden auch den Einkauf im Markt bequemer zu gestalten? Auch dazu entwickeln und testen REWE-Management und -Kaufleute im engen Austausch Lösungen. Zum Beispiel in Köln-Rodenkirchen, im REWE CENTER von Ingo Istas. Dessen Kunden können seit Herbst 2018 „SMART SHOPPEN“ und dabei Zeit sparen. Sie melden sich am Markteingang per PAYBACK-Karte für diese Art des Einkaufs an und erhalten einen Handscanner – mit großem Display und leicht zu handhaben. Damit, oder auch mit dem eigenen Smartphone, erfassen sie sämtliche Artikel, die sie kaufen möchten, legen die Waren in den Einkaufswagen und zahlen später an einer der vier Express-Kassen.

„Das ist vor allem für Kunden mit einem großen Warenkorb eine interessante Alternative. Wer ‚SMART SHOPPEN‘ einmal genutzt hat, nutzt es wieder“, sagt Istas. Zunächst jedoch gelte es, Marktbesucher mit der Technik vertraut zu machen, Hemmungen zu nehmen und die Vorzüge des Self-Scanning zu verdeutlichen. Niemand muss Angst vor Bedienungsfehlern haben. Istas hat die Erfahrung gemacht, dass sich viele Kunden im Gespräch leicht überzeugen lassen, Self-Scanning auszuprobieren. Dafür müssen die Mitarbeiter geschult werden. Jeder sollte mit der neuen Technik so gut vertraut sein, dass er Kunden kompetent helfen kann.

Welche Zukunft hat SMART SHOPPEN? Ist es ein zukunftsfähiges Konzept für einige ausgewählte REWE-Märkte? Oder auf lange Sicht gar eine Lösung für alle Märkte? Darüber werden weitere Tests Aufschluss geben. „In der täglichen Anwendung ergeben sich manchmal Herausforderungen, an die vorher niemand gedacht hat. Deshalb ist der ständige Austausch mit der Zentrale wichtig. Denn nur so lässt sich Self-Scanning zu einem komfortablen und von vielen Kunden geschätzten Service weiterentwickeln“, sagt Istas. Ganz so, wie es die genossenschaftliche Idee vorgibt: gemeinsam bessere Ergebnisse erzielen als im Alleingang.