REWE Group
Geschäftsbericht 2019

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 3,7 Prozent gestiegen.

Gliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern
in Mio. €20192018
Handel Deutschland32.317,231.471,0
Handel International15.298,714.245,8
Touristik4.958,34.880,5
Baumarkt2.214,82.151,1
Sonstige585,3645,0
Gesamt55.374,353.393,4

Nahezu alle Geschäftsfelder konnten Umsatzsteigerungen verzeichnen.

Der Handel Deutschland verzeichnet eine Umsatzsteigerung von 2,7 Prozent. Die positive Umsatzentwicklung wird insbesondere durch die Entwicklung der REWE-Filialen (inklusive REWE To Go) sowie des Großhandelsgeschäfts getragen, das im Wesentlichen die Belieferung der REWE-Partnermärkte umfasst. Hier spiegelt sich vor allem das organische Wachstum der REWE-Partnermärkte wider. Zudem sind die Einkaufsgesellschaften des Geschäftsfelds Sonstige seit diesem Geschäftsjahr dem Geschäftsfeld Handel Deutschland zugeordnet.

Das Geschäftsfeld Handel International konnte in allen Ländern ein währungsbereinigtes Umsatzplus erzielen, das insgesamt 7,5 Prozent (7,4 Prozent inklusive Währungseffekt) beträgt. Der Anstieg der Umsatzerlöse wurde maßgeblich durch das Vollsortiment in Zentral- und Osteuropa generiert und ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der Stammfilialen in Tschechien und der Slowakei sowie Expansionstätigkeiten in Russland zurückzuführen. Zudem trug die 2019 erstmalig ganzjährig als Tochterunternehmen einbezogene UAB Palink, Vilnius (Litauen), maßgeblich zum Umsatzwachstum bei. Das Vollsortiment Österreich zeigte eine fortgesetzt positive Umsatzentwicklung, die wesentlich durch den Lebensmitteleinzelhandel getragen wurde. Auch die Umsatzerlöse von Penny International trugen zur positiven Entwicklung bei: Ursächlich war insbesondere die Umsatzentwicklung in Rumänien, Tschechien und Ungarn.

Das Geschäftsfeld Touristik hat mit einem Umsatzanstieg von 1,6 Prozent abgeschlossen, der maßgeblich auf die weiterhin positive Entwicklung in Zentral- und Osteuropa zurückzuführen ist. Auch in den Zielgebietsagenturen konnten deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. In Nordeuropa entwickelten sich die Umsatzerlöse aufgrund der negativen Entwicklung in Skandinavien dagegen rückläufig. Dem stand ein Umsatzwachstum in den Quellmärkten Frankreich und Großbritannien gegenüber. Insgesamt wirkte sich vor allem die gestiegene Nachfrage nach Fernreisen positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Das Geschäftsfeld Baumarkt verzeichnet eine Umsatzsteigerung von 3,0 Prozent. Die Steigerung der Baumarktumsätze wird im Wesentlichen durch die positive Entwicklung des Filialgeschäfts getragen.

Der Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Sonstige resultiert insbesondere aus der im Berichtsjahr geänderten Zuordnung der Einkaufsgesellschaften zum Geschäftsfeld Handel Deutschland. Dem steht eine positive Umsatzentwicklung der EHA-Energie-Handels-Gesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, sowie der RZF gegenüber.

Zeitliche Erfassung der Umsatzerlöse
In Mio. €Handel DeutschlandHandel InternationalTouristikBaumarktSonstigeSumme
2019
zu einem bestimmten Zeitpunkt31.317,312.871,0313,22.214,842,146.758,4
über einen Zeitraum999,92.427,74.645,10,0543,28.615,9
Gesamt32.317,215.298,74.958,32.214,8585,355.374,3
In Mio. €Handel DeutschlandHandel InternationalTouristikBaumarktSonstigeSumme
2018
zu einem bestimmten Zeitpunkt31.253,714.245,8363,12.140,3357,848.360,7
über einen Zeitraum217,30,04.517,410,8287,25.032,7
Gesamt31.471,014.245,84.880,52.151,1645,053.393,4

Zum Stichtag bestehen konzernweit keine Vertragsvermögenswerte, aber folgende Vertragsverbindlichkeiten:

Vertragsverbindlichkeiten
in Mio. €31.12.2019
Summe
31.12.2018
Summe
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen593,7559,6
Schulden aus Kundenbindungsprogrammen128,2106,8
Schulden aus Gutscheinen117,495,2
Schulden aus Abgrenzung74,550,2
Gesamt913,8811,8

Von den Vertragsverbindlichkeiten, die am 1. Januar 2019 bestanden, sind 625,1 Mio. € (Vorjahr: 591,6 Mio. €) im Berichtsjahr als Umsatzerlöse vereinnahmt worden. Die Erhöhung der Vertragsverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem gestiegenen Geschäftsvolumen.

Innerhalb der sonstigen Rückstellungen werden Rückstellungen für gesetzliche Garantien ausgewiesen, die keine eigenständige Vertragsverbindlichkeit im Sinne des IFRS 15 darstellen (vgl. Punkt 33 „Sonstige Rückstellungen“).