REWE Group
Geschäftsbericht 2019

Allgemeine Grundlagen und Methoden des Zusammengefassten Abschlusses

4. WESENTLICHE GESCHÄFTSVORFÄLLE

Neben den unter Punkt 3 „Konsolidierung“ aufgeführten Investitionen und Desinvestitionen ergaben sich im Geschäftsjahr 2019 folgende wesentliche Geschäftsvorfälle.

Beim Übergang auf IFRS 16 hat der Konzern zum 1. Januar 2019 entsprechende Nutzungsrechte und zusätzliche Leasingverbindlichkeiten erfasst. Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Dabei wurden die günstigen und ungünstigen Verträge sowie die belastenden Verträge (Rückstellungen für belastende Verträge und für Mietrisiken), die Leasing betreffen, mit den jeweiligen Nutzungsrechten verrechnet. Die Effekte aus der Anpassung wurden zum 1. Januar 2019 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen berücksichtigt.

Anpassung von Eröffnungsbilanzwerten
in Mio. €31.12.2018Anpassungen01.01.2019
Nutzungsrechte824,58.516,49.340,9
Günstige Verträge22,7-18,74,0
Leasingforderungen0,047,447,4
Aktive latente Steuern401,88,2410,0
Leasingverbindlichkeiten-854,4-9.295,2-10.149,6
Rückstellungen für belastende Verträge-504,0478,6 -25,4
Rückstellungen für Mietrisiken-170,7151,8-18,9
Ungünstige Verträge-139,894,3-45,5
Gewinnrücklagen-5.656,717,2 -5.639,5

Zu den Auswirkungen des IFRS 16 auf die Gewinn- und Verlustrechnung siehe Punkt 23 „Leasing“, auf die Kapitalflussrechnung siehe Punkt 37 „Kapitalflussrechnung“. Zu Details in Bezug auf die Rechnungslegungsmethoden nach IFRS 16 und IAS 17 siehe Punkt 2 „Anwendung und Auswirkungen neuer bzw. überarbeiteter Rechnungslegungsvorschriften“.

Die RZF hat am 13. Dezember 2019 ein weiteres Schuldscheindarlehen in 10 Tranchen zum Nominalwert von insgesamt 537,0 Mio. € aufgenommen. Davon wurden 437,0 Mio. € am 20. Dezember 2019 und 100,0 Mio. € am 7. Januar 2020 ausgezahlt (vgl. Punkt 34 „Sonstige finanzielle Schulden“).

Gemäß BFH-Urteil III R 22/16 vom 27. Juli 2019 unterliegen Reisevorleistungen (insbesondere Verträge über die Anmietung von Hotels und Hotelzimmern bei Pauschalreiseveranstaltern) nicht der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung. Die DER Touristik Deutschland GmbH, Köln, hatte bisher Reisevorleistungen bei der Berechnung des Gewerbeertrags berücksichtigt. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Steuer- und Zinserstattungsansprüche von 171,2 Mio. €.