REWE Group
Geschäftsbericht 2019

Erläuterungen zur Bilanz

31. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das Geschäftsguthaben der RZF wird als Fremdkapital unter den finanziellen Schulden ausgewiesen. Eine Erläuterung der unterjährigen Entwicklung erfolgt unter Punkt 34 „Sonstige finanzielle Schulden“.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrifft das Aufgeld aus der Kapitalerhöhung der RZF zum 30. April 2019 im Rahmen des Anteilserwerbs von 77,4 Prozent an der RZAG abzüglich erworbener eigener Anteile (vgl. Punkt 3 „Konsolidierung“).

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die gesetzlichen Rücklagen, die anderen Gewinnrücklagen, den Konzernbilanzgewinn, die Rücklage für Pensionsverpflichtungen, die Rücklage für Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von Eigenkapitalinstrumenten und die Rücklagen aus den Anpassungsbuchungen beim Übergang von der nationalen Rechnungslegung zur Rechnungslegung nach IFRS. In den Gewinnrücklagen ist in Höhe von 755,9 Mio. € (Vorjahr: 661,8 Mio. €) die gesetzliche Rücklage enthalten, die für Ausschüttungen nicht zur Verfügung steht.

Die Veränderung der Gewinnrücklagen setzt sich im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr erwirtschafteten, den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehenden Konzernergebnis in Höhe von 528,4 Mio. € (Vorjahr: 350,6 Mio. €) und der Neubewertung leistungsorientierter Versorgungszusagen inklusive der darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe -86,3 Mio. € (Vorjahr: 16,1 Mio. €) zusammen. Daneben veränderten sich die Gewinnrücklagen im Berichtsjahr durch den Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter um -112,8 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €) sowie durch weitere Veränderungen im Konsolidierungskreis um -0,2 Mio. € (Vorjahr: -0,7 Mio. €).

Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 resultiert ein Effekt von -11,0 Mio. €.

Übrige Rücklagen

Die Ergebniswirksamkeit von Veränderungen dieser Rücklagen ist in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die Rücklage für Cashflow hedges beinhaltet die Effekte aus der ergebnisneutralen Bewertung der unter Punkt 39 „Management der finanzwirtschaftlichen Risiken“ dargestellten Cashflow hedges.

Die Rücklage für Absicherungskosten für hedge accounting beinhaltet die Wertänderung des Zeitwerts der Terminkomponente und des Fremdwährungs-Basis-Spreads von Termingeschäften als Kosten der Absicherung.

Die Rücklage für Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis beinhaltet die Effekte aus der Veränderung von Finanzinstrumenten, für die die Option zur erfolgsneutralen Erfassung der Veränderungen ausgeübt wurde und bei denen die Veränderungen in späteren Perioden erfolgswirksam erfasst werden.

Die Rücklage für Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung resultiert aus der Umrechnung abweichender Währungen in die Währung EURO (vergleiche Punkt 5 „Währungsumrechnung“).

Die Rücklage für ergebnisneutrale Bestandteile der Equity-Bewertung beinhaltet das kumulierte sonstige Ergebnis assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.

Die Rücklage für latente Steuern beinhaltet die im Eigenkapital erfassten kumulierten latenten Steuern auf die vorstehend erläuterten, in den übrigen Rücklagen erfassten Sachverhalte.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Die unterjährige Veränderung der Anteile anderer Gesellschafter ist der Eigenkapitalveränderungsrechnung zu entnehmen. Sie resultiert im Geschäftsjahr 2019 im Wesentlichen aus Anteilsverkäufen an die Anteilseigner des Mutterunternehmens, den Anteilen anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis sowie aus Dividendenausschüttungen.

Der Wert zum 1. Januar 2019 wurde aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 um -6,2 Mio. € auf 1.139,9 Mio. € angepasst.

Der Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter resultiert mit -995,6 Mio. € aus dem Erwerb von Anteilen an Beteiligungsunternehmen der RZAG im Rahmen des Anteilserwerbs an der RZAG durch die RZF zum 1. Mai 2019.

Aus dem Anteilserwerb der restlichen 30,0 Prozent an der Supermärkte Nord Verwaltungs GmbH und an der Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG, beide mit Sitz in Kiel, durch die REWE Markt GmbH, Köln, ergab sich ein Aufstockungsbetrag von 51,6 Mio. € (vgl. Punkt 3 „Konsolidierung“).

Die Anteile anderer Gesellschafter betragen zum 31. Dezember 2019 159,4 Mio. € (Vorjahr: 1.146,1 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen Anteile anderer Gesellschafter an der REWE Dortmund SE & Co. KG, Dortmund.

Gewinnverwendung

Nach Verzinsung der Geschäftsguthaben und satzungsgemäßer Einstellung von 43,6 Mio. € (Vorjahr: 21,6 Mio. €) in die gesetzlichen Rücklagen verbleibt bei der RZF ein handelsrechtlicher Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2019 von 246,9 Mio. € (Vorjahr: 122,6 Mio. €). Vorstand und Aufsichtsrat der RZF werden der Generalversammlung am 26. Juni 2020 vorschlagen, aus diesem Bilanzgewinn einen Betrag von 101,7 Mio. € (Vorjahr: 50,5 Mio. €) in die gesetzlichen Rücklagen einzustellen und einen Betrag von 145,2 Mio. € (Vorjahr: 72,1 Mio. €) den anderen Ergebnisrücklagen zuzuführen.