REWE Group
Geschäftsbericht 2019

Erläuterungen zur Bilanz

32. Leistungen an Arbeitnehmer

Gliederung der Leistungen an Arbeitnehmer
in Mio. €Restlaufzelt31.12.2019 SummeRestlaufzeit31.12.2018 Summe
bis 1 Jahrüber 1 Jahrbis 1 Jahrüber 1 Jahr
Pensionen75,3647,7723,060,9497,0557,9
Abfertigungen und TFR1,6239,1240,71,4222,6224,0
Jubiläumszuwendungen12,0176,8188,812,0152,5164,5
Schulden aus Leistungen an Arbeitnehmer136,20,0136,2137,90,0137,9
Urlaubsrückstellungen135,70,0135,7133,80,0133,8
Jahressonderzahlungen123,011,9134,9177,29,6186,8
Abfindungen42,30,142,446,21,047,2
Überstunden und Leistungsprämie32,30,032,325,80,025,8
Altersteilzeit10,416,226,68,413,021,4
Ruhestandsbeihilfen1,27,58,71,07,18,1
Hinterbliebenenbezüge0,07,27,20,06,36,3
Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld5,10,05,17,30,07,3
Sonstige36,811,548,335,011,146,1
Gesamt611,91.118,01.729,9646,9920,21.567,1

Angaben zu leistungsorientierten Versorgungsplänen

Den Arbeitnehmern der einbezogenen Unternehmen stehen abhängig vom jeweiligen Landesrecht unterschiedliche Alterssicherungssysteme zur Verfügung. Diese Versorgungssysteme können sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert sein. Wesentliche leistungsorientierte Versorgungspläne bestehen derzeit für einbezogene Unternehmen in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Österreich und Italien.

a) Beschreibung der leistungsorientierten Versorgungspläne

Die leistungsorientierten Verpflichtungen setzen sich aus Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen wie Abfertigungen und Trattamento di Fine Rapporto (TFR), Hinterbliebenenbezügen und Ruhestandsbeihilfen zusammen.

Gliederung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung nach Ländern
in Mio. €20192018
PensionenPensionsähnliche VerpflichtungenPensionenPensionsähnliche Verpflichtungen
Deutschland854,515,1679,213,7
Schweiz256,60,0234,70,0
Großbritannien29,40,031,20,0
Österreich1,3233,11,2216,7
Italien0,06,80,06,8
Übrige2,11,63,11,2
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember1.143,9256,6949,4238,4

Die wesentlichen Versorgungspläne lassen sich wie folgt in anwachsende und festgeschriebene bzw. geschlossene Zusagen unterteilen:

Deutschland

Der wesentliche Anteil der Verpflichtungen resultiert aus einer Versorgungszusage in zwei unterschiedlichen Ausprägungen: Zum einen besteht eine aktive, beitragsorientierte Leistungszusage, deren Volumen künftig noch weiter anwachsen wird, zum anderen eine bereits im Jahr 2008 geschlossene Leistungszusage. Beide Zusagen sehen eine Garantieverzinsung vor. Für die einbezogenen Unternehmen besteht damit das Risiko, langfristig nicht den Garantiezins der Leistungszusage zu erwirtschaften. Die Finanzierung der alten Leistungszusage erfolgte ausschließlich aus Entgeltumwandlungen. Zur Reduzierung des Langlebigkeitsrisikos wurde für diese Zusage eine Kapitaloption eingeführt. Die Finanzierung der neuen Leistungszusage erfolgt nicht mehr ausschließlich, aber überwiegend durch Entgeltumwandlungen und daneben durch Arbeitgeberbeiträge. Risiken werden durch die Gestaltung als beitragsorientierte Leistungszusage minimiert. Das Langlebigkeitsrisiko wird durch liberal gestaltete Kapitaloptionen zu Beginn der Rentenzahlung reduziert. Zusätzlich wird das Inflationsrisiko für diese Leistungszusage durch eine festgelegte Rentenanpassung minimiert. Für die Leistungszusage besteht gesichertes Treuhandvermögen, das sich auf Einzelzusagen und die hier beschriebene Leistungszusage verteilt. Da es sich bei dem Treuhandvermögen um Planvermögen handelt, wird dieses mit den entsprechenden Verpflichtungen saldiert.

Bei den übrigen, von einbezogenen deutschen Unternehmen gewährten Leistungszusagen besteht ein Inflationsrisiko aufgrund der nach § 16 BetrAVG (Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung) geforderten Rentenanpassung entsprechend der Entwicklung des Verbraucherpreisindex.

Daneben resultiert ein großer Teil der leistungsorientierten Verpflichtungen aus einer Gesamtversorgungszusage, die bereits im Jahr 1992 festgeschrieben wurde, und einer Leistungszusage, die im Jahr 1997 geschlossen wurde. Da die Begünstigten bereits überwiegend Leistungsempfänger sind, besteht für die einbezogenen Unternehmen ein geringes Langlebigkeits- und Inflationsrisiko aus diesen leistungsorientierten Versorgungszusagen.

Im Geschäftsfeld Touristik liegen zudem gehalts- und dienstzeitabhängige Zusagen vor, die überwiegend als Leistungszusagen, teilweise aber auch als Gesamtversorgungszusagen ausgestaltet sind. Hierbei besteht für die einbezogenen Unternehmen aufgrund des Bestands an aktiven Begünstigten das Risiko einer überproportionalen Erhöhung der Verpflichtung aus Gehaltserhöhungen. Da die Auszahlung der Zusagen ausschließlich in Form von Rentenzahlungen vorgesehen ist, besteht zudem ein Langlebigkeitsrisiko.

Daneben bestehen in der Touristik bereits im Jahr 2004 für Neuzugänge geschlossene, dienstzeitabhängige Leistungszusagen. Für diese ergibt sich aufgrund vorgesehener Rentenzahlungen ebenfalls ein Langlebigkeitsrisiko. Zur Sicherung dieser Leistungszusagen liegt Planvermögen vor. Das in der Touristik in Deutschland vorliegende Planvermögen besteht überwiegend aus Immobilien und zu einem geringen Teil aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Weiterhin resultiert ein großer Teil der leistungsorientierten Verpflichtungen der einbezogenen Unternehmen aus einer Direktzusage, die durch einen Unternehmenserwerb übernommen wurde; sie betrifft überwiegend die Sparte Penny Deutschland und ist auf niedrigem Niveau dienstzeitabhängig. Die Finanzierung der Zusage erfolgte zum Übernahmestichtag durch Einmalzahlung des Verkäufers und danach als Arbeitgeberleistung der einbezogenen Unternehmen. Zur Minderung von Finanzierungsrisiken aus Gehaltsanpassungen wurde mit einer Vielzahl von Mitarbeitern bereits einzelvertraglich die Festschreibung der Zusage zu einem in der Vergangenheit liegenden Stichtag vereinbart.

Außerdem bestehen aus weiteren Unternehmenserwerben leistungsorientierte Verpflichtungen mit unterschiedlichen Versorgungszusagen. Überwiegend handelt es sich bei der Finanzierung um paritätisch von Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgebrachte Beiträge. Ein Teil der Zusagen wird über kongruent rückgedeckte Unterstützungskassen durchgeführt. Das auf die Unterstützungskassen übertragene Vermögen stellt Planvermögen dar.

Schließlich bestehen noch pensionsähnliche Leistungszusagen in Form von Ruhestandsbeihilfen und Hinterbliebenenbezügen. Die Höhe dieser Einmalzahlungen richtet sich nach der jeweiligen Betriebszugehörigkeit der betroffenen Arbeitnehmer.

Schweiz

Die Altersvorsorge, der Hinterbliebenenschutz und die Vorsorge für Erwerbsausfall in der Schweiz basieren auf einem Drei-Säulen-System mit unterschiedlicher Finanzierung. Gemäß dem Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) sichert die zweite Säule alle volljährigen Berufstätigen mit einem Jahreseinkommen von mindestens 21.330 Schweizer Franken bzw. deren Hinterbliebene bei Invalidität oder Tod des Versorgers ab. Ab einem Alter von 25 Jahren besteht zudem eine obligatorische Altersabsicherung. Die Finanzierung dieser Absicherung erfolgt durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer nach dem Kapitaldeckungsverfahren in Prozent des versicherten Einkommens. Das Gesetz schreibt Minimalleistungen vor. Die berufliche Vorsorge wird bei den einbezogenen schweizerischen Unternehmen über die Pensionskasse BonAssistus, die Swiss Life BVG und die IGP-BVG Stiftung abgewickelt. Es handelt sich hierbei um einen gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber. Die oben genannten Pensionskassen und Stiftungen können jederzeit ihr Finanzierungssystem (Beiträge und Leistungen) ändern. Im Fall einer Unterdeckung können vom Arbeitgeber Sanierungsbeiträge erhoben werden. Das in der Pensionskasse und den Sammelstiftungen eingelegte Planvermögen deckt den Großteil der Verpflichtungen aus den gemäß dem BVG bestehenden Vorsorgeverpflichtungen. Das Vermögen der einbezogenen Unternehmen in der Pensionskasse und den Stiftungen wird wie bei einer Teilliquidation mit Mitgabe von Wertschwankungsreserven bestimmt, indem die einzelnen Rückstellungen den Begünstigten zugeordnet werden und anschließend das Vermögen aller aktiven Versicherten im Verhältnis der Altersguthaben auf die einzelnen Unternehmen aufgeteilt wird, während das Vermögen der Pensionäre diesen direkt zugeordnet wird. Zur Sicherstellung der gesetzlichen Leistungen haben die Pensionskassen und Stiftungen Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Großbritannien

Im Geschäftsfeld Touristik besteht eine Versorgungszusage, die bereits seit 2002 für Neuzugänge geschlossen ist, bei der jedoch für die bestehenden Begünstigten weiter angesammelt wird. Es handelt sich um eine gehalts- und dienstzeitabhängige Zusage, die derzeit durch Planvermögen gedeckt ist. Bei Renteneintritt können bis zu 25,0 Prozent des Rentenanspruchs als Einmalzahlung ausgezahlt werden. Aufgrund der vorgesehenen lebenslangen Rentenzahlungen von mindestens 75,0 Prozent besteht jedoch ein Langlebigkeitsrisiko.

In Großbritannien wird das Planvermögen in den Trusts mindestens alle drei Jahre neu bewertet. Die Treuhänder des entsprechenden Trusts bestimmen dabei die meist sehr vorsichtig angesetzten Bewertungsparameter und legen dadurch ggf. bestehende Finanzierungsüberschüsse oder -defizite und damit die künftigen Einzahlungen des Arbeitgebers fest.

Österreich

In Österreich besteht aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften für alle Dienstverhältnisse, die bis zum 31. Dezember 2002 geschlossen wurden und mindestens ununterbrochen drei Jahre angedauert haben, ein leistungsorientiertes Versorgungssystem (altes Abfertigungsmodell), das im Falle der Kündigung eines Mitarbeiters (außer bei Eigenkündigung) oder spätestens bei Renteneintritt eine Einmalzahlung vorsieht. Die Höhe der Einmalzahlung ist abhängig vom durchschnittlichen Monatsentgelt und der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters und beträgt zwischen zwei und zwölf Monatsentgelten. Die Zahlungsmodalitäten reichen von einer sofortigen Auszahlung bis zu einer Auszahlung in halben Monatsraten.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2003 wurde das oben beschriebene Modell dahingehend geändert, dass jeder Arbeitgeber nun verpflichtet ist, 1,5 Prozent vom Monatsentgelt des Arbeitnehmers in eine Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlen. Das neue Abfertigungsmodell ist daher als beitragsorientiertes Vorsorgemodell ausgestaltet.

Italien

Ähnlich wie in Österreich besteht für Arbeitnehmer in Italien im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein Anspruch auf eine Abfindung, die als „Trattamento di Fine Rapporto“ (TFR) bezeichnet wird. Es handelt sich um einen öffentlich-rechtlich geregelten Zusatzanspruch zur Altersversorgung. Der Anspruch ist mit einer Entgeltumwandlung vergleichbar und nimmt Bezug auf die Einkommenshöhe und die Anzahl der Dienstjahre.

Vor der Reform der TFR im Jahr 2005 handelte es sich um einen leistungsorientierten Versorgungsplan. Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 wurden alle bestehenden Pläne geschlossen und in ein beitragsorientiertes Versorgungssystem überführt. Die Änderung galt sowohl für Neueintritte als auch für zukünftige Dienstjahre der aktiven Begünstigten. In der leistungsorientierten Verpflichtung einbezogener italienischer Unternehmen spiegelt sich daher der Verpflichtungsumfang für aktive Begünstigte der Dienstjahre bis 2007 wider.

Da es sich bei den Vorsorgemodellen in der Schweiz, Österreich und Italien um gesetzlich geregelte Vorsorgesysteme handelt, bestehen keine unternehmensspezifischen Risiken.

b) Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen

Den in der Bilanz ausgewiesenen leistungsorientierten Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Für die Bewertungen der wesentlichen leistungsorientierten Verpflichtungen wurden folgende Parameter verwendet:

Landesspezifische Parameter zur Bewertung der wesentlichen leistungsorientierten Verpflichtungen
Wesentliche Bewertungs- parameter20192018
Rechnungs-
zins
Lohn- und GehaltstrendRenten-
trend
DurationRechnungs-
zins
Lohn- und GehaltstrendRenten-
trend
Duration
Deutschland0,75%3,00%1,90%16 Jahre1,75%3,00%1,90%14 Jahre
Schweiz0,15%0,50%14 Jahre0,90%1,00%14 Jahre
Großbritannien2,10%3,00%3,00%22 Jahre2,90%3,50%3,50%22 Jahre
Österreich0,50%3,00%8 Jahre1,25%3,00%8 Jahre
Italien0,60%8 Jahre1,25%8 Jahre

Die Berechnungen für die deutschen Zusagen basieren auf den biometrischen Grundwerten (Wahrscheinlichkeiten für Todes- und Invaliditätsfälle) der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Schweiz wurden die Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten der technischen Grundlagen BVG 2015, für Österreich die Tafeln AVÖ 2018 P von Pagler & Pagler und für Italien die Tavole IPS55 und Tavole INPS 2000 angewendet.

c) Entwicklung der leistungsorientierten Nettoverpflichtung und der Erstattungsansprüche gegen Treuhandvereine

Ermittlung der in der Bilanz ausgewiesenen Nettoschuld
in Mio. €20192018
PensionenPensionsähnliche VerpflichtungenPensionenPensionsähnliche Verpflichtungen
Barwert der nicht fondsfinanzierten
Verpflichtungen
686,8256,6529,6238,4
Barwert der ganz oder teilweise
fondsfinanzierten Verpflichtungen
457,10,0419,80,0
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung1.143,9256,6949,4238,4
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens427,30,0393,40,0
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zum 31. Dezember716,6256,6556,0238,4
 davon ausgewiesen als Rückstellung für
 Pensionen und pensionsähnliche
 Verpflichtungen
723,0256,6557,9238,4
 davon ausgewiesen als sonstige
 Vermögenswerte
6,40,01,90,0

Die unter den Rückstellungen ausgewiesene Nettoschuld aus pensionsähnlichen Verpflichtungen enthält Verpflichtungen aus Abfertigungen und TFR in Höhe von 240,7 Mio. € (Vorjahr: 224,0 Mio. €), aus Ruhestandsbeihilfen in Höhe von 8,7 Mio. € (Vorjahr: 8,1 Mio. €) und aus Hinterbliebenenbezügen in Höhe von 7,2 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €).

Die sonstigen Vermögenswerte resultieren aus Finanzierungsüberschüssen leistungsorientierter Pläne der DER Touristik UK Limited, Dorking (Großbritannien), und der RZAG.

Entwicklung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen im Berichtsjahr
in Mio. €20192018
PensionenPensionsähnliche VerpflichtungenPensionenPensionsähnliche Verpflichtungen
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zum 1. Januar556,0238,4572,2243,1
Laufender Dienstzeitaufwand22,311,319,411,1
Nettozinsaufwand9,52,88,02,5
Auswirkungen aus Neubewertungen118,617,1-26,3-3,5
 davon Auswirkungen aus Planvermögen
 ohne im Nettozinsaufwand
 erfasste Beträge
-13,40,0-4,90,0
 davon Auswirkungen aus der Änderung
 demografischer Annahmen
-0,20,35,60,0
 davon Auswirkungen aus der Änderung
 finanzieller Annahmen
133,717,0-31,30,7
 davon Auswirkungen aus
 erfahrungsbedingten Anpassungen
-1,5-0,24,3-4,2
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand-1,40,0-0,60,0
 davon aus Planabgeltungen-0,70,00,00,0
Auswirkungen aus
Wechselkursänderungen
1,20,01,70,0
Beiträge zum Versorgungsplan-9,10,0-5,20,0
 davon Beiträge des Arbeitgebers-21,90,0-15,50,0
 davon Beiträge der Teilnehmer des Plans12,80,010,30,0
Gezahlte Leistungen-21,0-13,1-13,9-13,9
 davon gezahlte Leistungen im Rahmen von
 Planabgeltungen
-0,50,0-0,60,0
Auswirkungen von
Unternehmenszusammenschlüssen und
Veräußerungen
40,60,10,7-0,9
Auswirkungen von Vermögensübergängen-0,10,00,00,0
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zum 31. Dezember716,6256,6556,0238,4
Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung im Berichtsjahr
in Mio. €20192018
PensionenPensionsähnliche VerpflichtungenPensionenPensionsähnliche Verpflichtungen
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 1. Januar949,4238,4945,9243,1
Laufender Dienstzeitaufwand22,311,319,411,1
Zinsaufwand15,22,812,52,5
Auswirkungen aus Neubewertungen132,017,1-21,4-3,5
 davon Auswirkungen aus der Änderung
 demografischer Annahmen
-0,20,35,60,0
 davon Auswirkungen aus der Änderung
 finanzieller Annahmen
133,717,0-31,30,7
 davon Auswirkungen aus
 erfahrungsbedingten Anpassungen
-1,5-0,24,3-4,2
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand-1,40,0-0,60,0
 davon aus Planabgeltungen-0,70,00,00,0
Auswirkungen aus Wechselkursänderungen9,80,09,10,0
Beiträge zum Versorgungsplan19,70,016,90,0
 davon Beiträge des Arbeitgebers3,80,03,70,0
 davon Beiträge der Teilnehmer des Plans15,90,013,20,0
Gezahlte Leistungen-44,0-13,1-33,5-13,9
 davon gezahlte Leistungen im Rahmen von
 Planabgeltungen
-7,60,0-1,70,0
Auswirkungen von
Unternehmenszusammenschlüssen und
Veräußerungen
42,20,11,1-0,9
Auswirkungen von Vermögensübergängen-1,30,00,00,0
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember1.143,9256,6949,4238,4

Die Auswirkungen aus Unternehmenszusammenschlüssen im Geschäftsjahr beziehen sich im Wesentlichen auf den Erwerb der Anteile an der RZAG (siehe Punkt 3 „Konsolidierung“).

Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens im Berichtsjahr
in Mio. €20192018
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar393,4373,7
Zinserträge5,74,5
Auswirkungen aus Neubewertungen13,44,9
Auswirkungen aus Wechselkursänderungen8,67,4
Beiträge zum Versorgungsplan28,822,1
 davon Beiträge des Arbeitgebers25,719,2
 davon Beiträge der Teilnehmer des Plans3,12,9
Gezahlte Leistungen-23,0-19,6
 davon gezahlte Leistungen aus dem Planvermögen-15,9-18,5
 davon gezahlte Leistungen im Rahmen von Planabgeltungen-7,1-1,1
Auswirkungen von Unternehmenszusammenschlüssen und Veräußerungen1,60,4
Auswirkungen von Vermögensübergängen-1,20,0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember427,3393,4

Planvermögen besteht überwiegend in Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien. 

Zusammensetzung des Planvermögens der einbezogenen Unternehmen
in Mio. €20192018
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente9,68,6
 davon notierter Marktpreis an einem aktiven Markt9,68,6
Eigenkapitalinstrumente42,644,1
 davon notierter Marktpreis an einem aktiven Markt42,644,1
Schuldinstrumente38,938,6
 davon notierter Marktpreis an einem aktiven Markt37,937,6
Immobilien50,647,4
 davon notierter Marktpreis an einem aktiven Markt13,211,6
 davon selbst genutzt1,61,8
Wertpapierfonds88,465,8
 davon notierter Marktpreis an einem aktiven Markt88,465,8
Rückdeckungsversicherungen181,2172,6
Sonstige16,016,3
 davon notierter Marktpreis an einem aktiven Markt12,511,9
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember427,3393,4
Entwicklung der Erstattungsansprüche aus dem zur Sicherung der Pensionsverpflichtungen eingesetzten Treuhandvermögen der einbezogenen Unternehmen im Geschäftsjahr
in Mio. €20192018
Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche zum 1. Januar0,40,6
Beiträge zum Versorgungsplan-0,4-0,2
 davon Beiträge des Arbeitgebers-0,4-0,2
Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche zum 31. Dezember0,00,4

Die Beiträge zum Versorgungsplan betreffen Auszahlungen an den Arbeitgeber.

d) Erfolgsneutrale und erfolgswirksame Auswirkungen leistungsorientierter Versorgungspläne

Auswirkungen aus der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen und Erstattungsansprüchen gegen Treuhandvereine auf die Gewinnrücklagen
in Mio. €20192018
PensionenPensionsähnliche VerpflichtungenPensionenPensionsähnliche Verpflichtungen
Neubewertung des Barwerts der leistungsorientierten
Verpflichtung
-132,0-17,121,43,5
Neubewertung des Planvermögens13,40,04,90,0
Gesamt-118,6-17,126,33,5
Zusammensetzung der Aufwendungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
in Mio. €20192018
PensionenPensionsähnliche VerpflichtungenPensionenPensionsähnliche Verpflichtungen
Laufender Dienstzeitaufwand22,311,319,411,1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und
Auswirkungen aus Planabgeltungen
-1,40,0-0,60,0
Nettozinsaufwand9,52,88,02,5
Pensionsaufwand30,414,126,813,6

Der Dienstzeitaufwand und die Auswirkungen aus Planabgeltungen werden im Personalaufwand erfasst, während der Nettozinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

e) Auswirkungen der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung

Die folgenden Tabellen zeigen die Auswirkungen einer isolierten Veränderung der wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter auf die Höhe des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen für die Pensionen und die pensionsähnlichen Verpflichtungen. Dabei wird jeweils eine Veränderung des Rechnungszinses, des Lohn- und Gehaltstrends und des Rententrends um 0,5 Prozentpunkte unterstellt. Zudem wird eine Veränderung der Lebenserwartung aller Begünstigten unabhängig vom jeweiligen Alter durch eine Verschiebung des Betrachtungsstichtags um ein Jahr fingiert.

Auswirkungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf Pensionen
in Mio. €20192018
ErhöhungMinderungErhöhungMinderung
Erhöhung/Minderung Rechnungszins um 0,5 Prozentpunkte
 Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember1.064,61.234,3887,51.020,2
Erhöhung/Minderung Lohn- und Gehaltstrend um 0,5 Prozentpunkte
 Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember1.146,91.141,1952,9946,1
Erhöhung/Minderung Rententrend um 0,5 Prozentpunkte
 Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember1.190,61.112,0989,9922,0
Erhöhung/Minderung Lebenserwartung um 1 Jahr
 Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember1.178,01.110,3975,9922,9
Auswirkungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf pensionsähnliche Verpflichtungen
in Mio. €20192018
ErhöhungMinderungErhöhungMinderung
Erhöhung/Minderung Rechnungszins um 0,5 Prozentpunkte
 Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember245,2269,4229,8248,2
Erhöhung/Minderung Lohn- und Gehaltstrend um 0,5 Prozentpunkte
 Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember268,8245,6248,2229,6
Erhöhung/Minderung Rententrend um 0,5 Prozentpunkte
 Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember256,6256,6238,4238,4
Erhöhung/Minderung Lebenserwartung um 1 Jahr
 Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember256,6256,6238,4238,4

Um die Veränderungen der leistungsorientierten Verpflichtung in Abhängigkeit von den oben aufgeführten Bewertungsparametern zu ermitteln, wird wie zur Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung in der Bilanz das Anwartschaftsbarwertverfahren verwendet.

Die erwarteten Auszahlungen im Rahmen der leistungsorientierten Pläne für das folgende Geschäftsjahr betragen für Pensionen 80,7 Mio. € (Vorjahr: 42,8 Mio. €) und für pensionsähnliche Verpflichtungen 7,9 Mio. € (Vorjahr: 17,9 Mio. €).

Angaben zu den übrigen Leistungen an Arbeitnehmer

Die einbezogenen Unternehmen haben sich durch Betriebsvereinbarung zur Zahlung von Jubiläumszuwendungen verpflichtet. Die Schuld in Höhe von 188,8 Mio. € (Vorjahr: 164,5 Mio. €) entspricht dem vollen Verpflichtungsumfang und wurde im Inland nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines laufzeitadäquaten Rechnungszinses von 0,1 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Anstieg der Jubiläumszuwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Zuwendungen durch Berücksichtigung des abgelaufenen Berichtsjahres, aus dem deutlichen Zinsrückgang und aus einem Anstieg des Mitarbeiterbestands.

Die Schulden aus Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern in Höhe von 68,4 Mio. € (Vorjahr: 68,2 Mio. €). Des Weiteren werden hier überwiegend Verbindlichkeiten aus noch abzurechnenden Löhnen und Gehältern sowie Verbindlichkeiten aus Warengutscheinen an Mitarbeiter ausgewiesen.

Den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 26,6 Mio. € (Vorjahr: 21,4 Mio. €) liegen versicherungsmathematische Gutachten der Hamburger Pensionsverwaltung e.G., Hamburg, zugrunde. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Zugrundelegung eines laufzeitadäquaten Rechnungszinses von 0,0 Prozent (Vorjahr: 0,0 Prozent). Trotz des generellen Auslaufens der Altersteilzeitmodelle stieg der Rückstellungsbetrag an. Dies resultiert aus der Tatsache, dass weiterhin vereinzelt neue Altersteilzeitvereinbarungen abgeschlossen wurden.

Die sonstigen Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten unverändert zum Vorjahr unter anderem Rückstellungen für Sozialplankosten und Entgeltfortzahlungen im Rahmen von Restrukturierungen.