REWE Group
Geschäftsbericht 2019

Erläuterungen zur Bilanz

36. Sonstige Schulden

Gliederung der sonstigen Schulden
in Mio. €Restlaufzelt31.12.2019 SummeRestlaufzelt31.12.2018 Summe
bis 1 Jahrüber 1 Jahrbis 1 Jahrüber 1 Jahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen593,70,0593,7559,60,0559,6
Schulden aus Reisevorleistungen197,00,0197,0192,60,0192,6
Schulden aus sonstigen Steuern171,20,0171,2152,30,0152,3
Rückstellungen mit Schuldcharakter157,80,0157,8135,60,0135,6
Schulden aus Kundenbindungsprogrammen128,20,0128,2106,80,0106,8
Schulden aus Waren-/Geschenkgutscheinen117,40,0117,495,20,095,2
Raumkosten78,70,078,769,50,069,5
Rechnungsabgrenzung34,140,474,525,724,550,2
Berufsgenossenschaft43,40,043,442,20,042,2
Ungünstige Verträge3,911,115,017,9121,9139,8
Schulden aus Vorauszahlungen und Kautionen8,40,08,410,60,010,6
Schulden gegenüber Städten und Gemeinden (exklusive Steuern)4,40,04,44,00,04,0
Diverse147,31,5148,8159,61,3160,9
Gesamt1.685,553,01.738,51.571,6147,71.719,3

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen resultieren überwiegend aus dem Geschäftsfeld Touristik. Es handelt sich hierbei um abgegrenzte Leistungen der Reiseveranstalter für Reisen, deren Ende nach dem Bilanzstichtag liegt. Ein wesentlicher Teil der Erhöhung resultiert aus der Änderung der Zahlungsbedingungen. Zudem sind die Buchungszahlen aufgrund der Insolvenz eines Mitbewerbers leicht angestiegen, was sich auch erhöhend auf die erhaltenen Anzahlungen auswirkt.

Bei den Schulden aus Reisevorleistungen handelt es sich um ausstehende Rechnungen für Fremdleistungen, die von den Reiseveranstaltern im Rahmen der Durchführung eigener Reisen in Anspruch genommen und zum Bilanzstichtag von den Leistungsträgern noch nicht abgerechnet wurden.

Die Schulden aus sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen die Umsatzsteuer sowie die Lohn- und Kirchensteuer.

Die diversen Rückstellungen mit Schuldcharakter wurden unter anderem für Maklerprovisionen, Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, Verwaltungsaufwendungen und Abgrenzungen für Strom- und Gasrechnungen gebildet. Die Erhöhung betrifft vor allem ausstehende Stromrechnungen aufgrund neuer regulatorischer Vorgaben auf Seiten der Lieferanten. Gleichzeitig hat sich der Anteil der in Rechnung gestellten Strombezüge innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen leicht verringert. Zudem ist die Erhöhung teilweise auch auf Preissteigerungen bei Strom und bei der Netznutzung zurückzuführen.

Die Schulden aus Kundenbindungsprogrammen erhöhten sich unter anderem aufgrund der Einführung des Kundenbindungsprogramms „Jö-Card“ in Österreich. Zudem erhöhten sich die Schulden aus dem Kundenbindungsprogramm „Payback“.

Die Schulden aus Rechnungsabgrenzung beinhalten unter anderem Baukostenzuschüsse und abgegrenzte Dienstleistungsentgelte.

Für Verträge wurden Schuldposten erfasst, wenn im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses Verträge übernommen wurden, deren Vertragsbedingungen ungünstiger als die Marktbedingungen zum Erwerbszeitpunkt waren. Die Schuldposten für ungünstige Verträge werden über die Restlaufzeit des zugrunde liegenden Vertrags linear aufgelöst. Die Abnahme dieses Postens resultiert aus der Anwendung des IFRS 16. Diese Schuldposten wurden größtenteils zum Erstanwendungszeitpunkt mit den Nutzungsrechten verrechnet (vgl. Punkt 2 „Anwendung und Auswirkungen neuer bzw. überarbeiteter Rechnungslegungsvorschriften“).