REWE Group
Geschäftsbericht 2019

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9. Sonstige betriebliche Erträge

Gliederung der sonstigen betrieblichen Erträge
in Mio. €20192018
Erträge aus Werbedienstleistungen1.131,1926,7
Miet- und Pachterträge914,6869,1
Erträge aus Nebenleistungen des Warenverkehrs851,7855,5
Erträge aus sonstigen Leistungen505,2552,7
Erträge aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte226,120,1
Erträge aus Zuschreibungen zu langfristigen Vermögenswerten136,027,7
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen123,1351,5
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit Schuldcharakter67,151,7
Erträge aus Schadensfällen27,925,4
Erträge aus Wechselkursänderungen16,417,8
Erträge aus der Vereinnahmung von Schulden14,318,8
Erträge aus früheren Forderungsausfällen1,50,5
Übrige sonstige betriebliche Erträge393,6229,8
Gesamt4.408,63.947,3

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um 461,3 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Erträge aus Werbedienstleistungen, dem Abgang langfristiger Vermögenswerte sowie den Erträgen aus Zuschreibungen für langfristige Vermögenswerte. Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus sonstigen Leistungen ergab sich demgegenüber ein Rückgang.

Die Erträge aus Werbedienstleistungen sind im Wesentlichen im Geschäftsfeld Handel Deutschland angestiegen. Der Anstieg beruhte auf einer Zunahme erbrachter Leistungen für Werbeaktivitäten in Funk und Fernsehen, Printmedien, Außenwerbung und für stärkeren Einsatz von Werbemitteln.

Die Erträge aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte beinhalten im Geschäftsjahr im Wesentlichen Erträge aus dem Anteilsverkauf an der commercetools GmbH, München, im Geschäftsfeld Sonstige sowie an der DER Business Travel GmbH, Köln, im Geschäftsfeld Touristik (vgl. Punkt 3 „Konsolidierung“). Ferner beinhaltet der Posten den Gewinn aus der Veräußerung der Anteile an der Karstadt Feinkost Verwaltungs GmbH, Köln, sowie der Anteile an der Karstadt Feinkost GmbH & Co. KG, Köln, im Geschäftsfeld Handel Deutschland.

Der Anstieg der Erträge aus Zuschreibungen zu langfristigen Vermögenswerten resultiert im Wesentlichen aus der Zuschreibung von Nutzungsrechten in Höhe von 123,0 Mio. €. Wertaufholungen kommen dann zustande, wenn der erzielbare Betrag über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit liegt. Ursache hierfür sind verbesserte Ergebniserwartungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder verbesserte Untervermietungsmöglichkeiten.

Der Rückgang der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultiert insbesondere aus dem Geschäftsfeld Handel Deutschland. Dieser resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der im Vorjahr erfassten Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen für belastende Verträge im Rahmen der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 (vgl. Punkt 2 „Anwendung und Auswirkungen neuer bzw. überarbeiteter Rechnungslegungsvorschriften“).

Der Rückgang der Erträge aus sonstigen Leistungen ist unter anderem auf die ab dem 1. Mai 2019 erstmals berücksichtigte Ertragseliminierung mit den Tochtergesellschaften der RZAG zurückzuführen (vgl. Punkt 3 „Konsolidierung“). Bis zu diesem Zeitpunkt handelte es sich bei den Erträgen im Zusammenhang mit diesen Gesellschaften um Erträge mit externen Gesellschaften.

Die positive Entwicklung der Miet- und Pachterträge resultiert überwiegend aus dem Anstieg der Erträge aus der Vermietung an REWE-Partnermärkte im Geschäftsfeld Handel Deutschland. Hier wirkten sich sowohl die gestiegene Anzahl der Partnermärkte als auch die infolge höherer Umsatzerlöse gestiegenen umsatzabhängigen Mieten positiv aus.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Geschäftsfeld Sonstige 166,1 Mio. € aus der Aufwertung der Anteile an der REWE-ZENTRALFINANZ eG und REWE-Zentral AG GbR, Köln, auf den beizulegenden Zeitwert im Rahmen des sukzessiven Erwerbs (vgl. Punkt 3 „Konsolidierung“). Ferner beinhaltet der Posten im gleichen Geschäftsfeld die negativen Unterschiedsbeträge aus den Erstkonsolidierungen des REWE-Unterstützungsvereins für Kaufleute eV, Köln, der REWE Lebensmittel-Großhandel eG, Köln, der REWE-GROSSHANDEL Oberbayerische Lebensmittel Einkaufsgenossenschaft eG, Eching, sowie der REWE Beteiligungsgenossenschaft eG Nord, Köln. Die negativen Unterschiedsbeträge beliefen sich insgesamt auf 49,7 Mio. €. Gegenläufig wirkte unter anderem der Rückgang der Erträge aus der Weiterverrechnung von Lager- und Logistikkosten im Geschäftsfeld Baumarkt unter anderem aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der Tochtergesellschaften der RZAG ab dem 1. Mai 2019.