Erläuterungen zur Bilanz

32. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das Geschäftsguthaben der RZF wird als Fremdkapital unter den finanziellen Schulden ausgewiesen. Eine Erläuterung der unterjährigen Entwicklung erfolgt unter Punkt 35 „Sonstige finanzielle Schulden“.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der RZAG ist unverändert in 1.512.000 vinkulierte nennwertlose Namensstückaktien aufgeteilt und beträgt zum Bilanzstichtag 38,7 Mio. €. Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrifft die Aufgelder aus den Kapitalerhöhungen der RZAG in den Jahren 1987 und 1990.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die gesetzlichen Rücklagen, die anderen Gewinnrücklagen, den Bilanzgewinn, die Rücklage für Pensionsverpflichtungen, die Rücklage für Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von Eigenkapitalinstrumenten und die Rücklagen aus den Anpassungsbuchungen beim Übergang von der nationalen Rechnungslegung zur Rechnungslegung nach IFRS. Die Rücklage für Zeitwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten wird im Berichtsjahr erstmals gemäß IFRS 9 ausgewiesen. In den Gewinnrücklagen sind in Höhe von 661,8 Mio. € (Vorjahr: 612,6 Mio. €) die gesetzliche Rücklage der RZF und in Höhe von 38,7 Mio. € (Vorjahr: 38,7 Mio. €) die gesetzliche Rücklage der RZAG enthalten, die für Ausschüttungen nicht zur Verfügung stehen.

Die übrige Veränderung der Gewinnrücklagen setzt sich im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr erwirtschafteten, den Anteilseignern der Mutterunternehmen zustehenden Jahresergebnis in Höhe von 429,3 Mio. € (Vorjahr: 342,3 Mio. €), dem Ergebnis aus der Neubewertung leistungsorientierter Versorgungszusagen inklusive der darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von 17,8 Mio. € (Vorjahr: 10,6 Mio. €), der Zeitwertänderung von Eigenkapitalinstrumenten von -8,8 Mio. € und einer Dividendenausschüttung in Höhe von 29,3 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €) zusammen. Weitere Effekte ergaben sich aus Veränderungen des Konsolidierungskreises in Höhe von -0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €). Daneben veränderten sich die Gewinnrücklagen unter anderem durch Erwerbe von Anteilen anderer Gesellschafter um 6,0 Mio. € (Vorjahr: -2,2 Mio. €).

Übrige Rücklagen

Die Ergebniswirksamkeit von Veränderungen dieser Rücklagen ist in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die Rücklage für Cashflow hedges beinhaltet die Effekte aus der ergebnisneutralen Bewertung der unter Punkt 40 „Management der finanzwirtschaftlichen Risiken“ dargestellten Cashflow hedges.

Die Rücklage für Absicherungskosten für hedge accounting beinhaltet die Wertänderung des Zeitwerts der Terminkomponente und des Fremdwährungs-Basis-Spreads von Termingeschäften als Kosten der Absicherung.

Die Rücklage für Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis beinhaltet die Effekte aus der Veränderung von Finanzinstrumenten, für die die Option zur erfolgsneutralen Erfassung der Veränderungen ausgeübt wurde und bei denen die Veränderungen in späteren Perioden erfolgswirksam erfasst werden.

Die Neubewertungsrücklage resultiert aus dem Nachsteuereffekt der ergebnisneutralen Neubewertung von Anteilen, die vor Erlangung der Beherrschung einer Gesellschaft durch sukzessiven Anteilserwerb gehalten wurden. Im Falle der Veräußerung dieser Gesellschaft erfolgt eine direkte Umbuchung der Neubewertungsrücklage in die Gewinnrücklagen, andernfalls erfolgt ein ratierlicher Transfer in die Gewinnrücklagen.

Die Rücklage für Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung resultiert aus der Umrechnung abweichender Währungen in die Währung Euro (vergleiche Punkt 6 „Währungsumrechnung“).

Die Rücklage für ergebnisneutrale Bestandteile der Equity-Bewertung beinhaltet das kumulierte sonstige Ergebnis assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.

Die Rücklage für latente Steuern beinhaltet die im Eigenkapital erfassten kumulierten latenten Steuern auf die vorstehend erläuterten, in den übrigen Rücklagen erfassten Sachverhalte.

Eigene Anteile

Die eigenen Anteile betreffen Anteile an der RZAG, die von Gesellschaften der RZF direkt und indirekt gehalten werden.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Diese betragen zum 31. Dezember 2018 110,1 Mio. € (Vorjahr: 147,4 Mio. €).

Die Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten die Anteile anderer Gesellschafter aus der Erstkonsolidierung der UAB Palink.

Die unterjährige Veränderung der Anteile anderer Gesellschafter ist der Eigenkapitalveränderungsrechnung zu entnehmen.

Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat der RZAG werden der Hauptversammlung am 29. Juni 2019 vorschlagen, 16,6 Mio. € in die Gewinnrücklagen einzustellen und 16,6 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung von 24,00 € je Aktie.

Nach Verzinsung der Geschäftsguthaben und satzungsgemäßer Einstellung von 21,6 Mio. € (Vorjahr: 11,8 Mio. €) in die gesetzlichen Rücklagen verbleibt bei der RZF ein handelsrechtlicher Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 122,6 Mio. € (Vorjahr: 66,8 Mio. €). Vorstand und Aufsichtsrat der RZF werden der Generalversammlung am 30. Juni 2019 vorschlagen, aus diesem Bilanzgewinn einen Betrag in Höhe von 50,5 Mio. € (Vorjahr: 27,5 Mio. €) in die gesetzlichen Rücklagen einzustellen und einen Betrag in Höhe von 72,1 Mio. € (Vorjahr: 39,3 Mio. €) den anderen Ergebnisrücklagen zuzuführen.