Darstellung der Lage

2. Ertragslage

Umsatzentwicklung

in Mio. €20182017Veränderung
absolut
Veränderung
in Prozent
Handel Deutschland31.443,728.621,12.822,69,9
Handel International14.242,713.353,5889,26,7
Touristik4.880,04.649,6230,45,0
Baumarkt2.151,12.130,820,31,0
Sonstige660,3669,3-9,0-1,3
Gesamt53.377,849.424,33.953,58,0

Die Umsatzerlöse konnten 2018 insgesamt um 8,0 Prozent gesteigert werden.

Der Handel Deutschland als volumenstärkstes Geschäftsfeld verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 9,9 Prozent und lag somit deutlich über dem Branchentrend in Deutschland. Die positive Umsatzentwicklung wurde durch die Entwicklung der eigenen REWE-Filialen (inklusive REWE To Go) und der Penny-Filialen sowie des Großhandels getragen. Zudem trug die erstmalige ganzjährige Einbeziehung der REWE Dortmund SE & Co. KG, Dortmund, wesentlich zur Umsatzsteigerung bei.

Das Geschäftsfeld Handel International ist mit einem Umsatz von 14,2 Mrd. € das zweitgrößte Geschäftsfeld der REWE Group. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 6,7 Prozent (währungsbereinigt +7,1 Prozent) wurde maßgeblich durch das Vollsortiment in Zentral- und Osteuropa generiert. Besonders hohe Umsatzsteigerungen konnten in Tschechien und der Slowakei erzielt werden und sind im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der Stammfilialen und Expansionstätigkeiten zurückzuführen. Zudem trug die zum 1. August 2018 erstmalig als vollkonsolidiertes Unternehmen einbezogene UAB Palink, Vilnius (Litauen), maßgeblich zum Umsatzwachstum bei. Das Vollsortiment Österreich zeigte eine fortgesetzt positive Umsatzentwicklung, die wesentlich durch den Lebensmitteleinzelhandel getragen wurde. Auch die Umsatzerlöse von Penny International trugen zur positiven Entwicklung bei: Ursächlich war insbesondere die Umsatzentwicklung in Tschechien, Rumänien und Ungarn.

Das Geschäftsfeld Touristik erzielte einen konsolidierten Umsatz von 4,9 Mrd. € (vermittelter Reiseumsatz 6,7 Mrd. €), der damit um 5,0 Prozent über dem Vorjahr lag. Hier trug vor allem der im Geschäftsjahr neu erschlossene Quellmarkt Frankreich zum Umsatzwachstum bei. Auch in Zentraleuropa und den Zielgebietsagenturen konnten deutliche Umsatzanstiege verzeichnet werden. Insgesamt wirkten sich vor allem die Erholung der Destinationen Ägypten, Tunesien und Türkei sowie die hohe Nachfrage nach Reisen in das Zielgebiet Griechenland positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Das Geschäftsfeld Baumarkt verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 1,0 Prozent. Die Steigerung der Baumarktumsätze wurde im Wesentlichen durch die positive Entwicklung des Filialgeschäfts getragen. Neben Expansionstätigkeiten trugen auch die Stammfilialen zu diesem Wachstum bei.

Märkte und Verkaufsflächen

Zum Jahresende betrieben die Handelsgeschäftsfelder der REWE Group 9.421 Verkaufsstellen mit einer Gesamtverkaufsfläche von 9,2 Mio. Quadratmetern.

Anzahl Märkte31.12.201831.12.2017Veränderung
absolut
Veränderung
in Prozent
Handel Deutschland4.0144.078-64-1,6
Handel International4.3524.0083448,6
Touristik760750101,3
Baumarkt29529320,7
Gesamt9.4219.1292923,2

 

Verkaufsflächen in m2 *31.12.201831.12.2017Veränderung
absolut
Veränderung
in Prozent
Handel Deutschland4.288.5514.387.104-98.553-2,2
Handel International2.969.8582.702.133267.7259,9
Baumarkt1.951.2911.935.23516.0560,8
Gesamt9.209.7009.024.472185.2282,1
  • * In der Touristik werden keine Verkaufsflächen erfasst.

Ergebniskennzahlen

in Mio. €20182017Veränderung absolutVeränderung
in Prozent
 Umsatzerlöse53.377,849.424,33.953,58,0
 Materialaufwand einschließlich Bestandveränderungen-40.378,2-36.948,6-3.429,6-9,3
Rohertrag12.999,612.475,7523,94,2
 Rohertragsquote24,4%25,2%  
EBITDA1.843,11.594,9248,215,6
 Abschreibungen/Zuschreibungen und Wertminderungen (ohne Firmenwerte)-1.234,6-1.103,5-131,1-11,9
EBITA608,5491,4117,123,8
 Wertminderungen auf Firmenwerte-10,40,0-10,40,0
EBIT598,1491,4106,721,7
 Finanzergebnis-14,6-16,62,012,0
EBT583,5474,8108,722,9
 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag-153,7-133,0-20,7-15,6
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen429,8341,888,025,7
 Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen0,0-4,04,0100,0
EAT/Jahresergebnis429,8337,892,027,2

Das EBITDA erhöhte sich um 248,2 Mio. €: Einem um 523,9 Mio. € gestiegenen Rohertrag und erhöhten sonstigen betrieblichen Erträgen (+ 436,2 Mio. €; ohne Berücksichtigung von Zuschreibungen) stand ein Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 346,6 Mio. € und der Personalaufwendungen um 365,3 Mio. € gegenüber. Der stärkere Anstieg der Materialaufwendungen im Vergleich zu den Umsatzerlösen, insbesondere in den Geschäftsfeldern Handel Deutschland, Touristik und Baumarkt, führte zu einem Rückgang der Rohertragsquote auf 24,4 Prozent (Vorjahr: 25,2 Prozent).

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge basierte im Wesentlichen auf gestiegenen Erträgen aus Werbedienstleistungen, Miet- und Pachterträgen, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträgen aus Nebenleistungen des Warenverkehrs. Der Anstieg der Erträge aus Werbedienstleistungen resultierte aus gestiegenen Werbeaktivitäten in Funk und Fernsehen, Printmedien, Außenwerbung und dem stärkeren Einsatz von Werbemitteln in den Geschäftsfeldern Handel Deutschland und Handel International. Ein wesentlicher Effekt für das Geschäftsfeld Handel Deutschland ist zudem der erstmalige ganzjährige Einbezug der REWE Dortmund SE & Co. KG, Dortmund.

Die Miet- und Pachterträge erhöhten sich im Wesentlichen im Geschäftsfeld Handel Deutschland. Ursächlich waren eine gestiegene Anzahl an Partnermärkten sowie die infolge höherer Umsätze gestiegenen umsatzabhängigen Mieten. Zudem erhöhten sich die Erträge aufgrund der erstmals ganzjährigen Einbeziehung der REWE Dortmund SE & Co. KG, Dortmund.

Der Anstieg der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrifft vornehmlich die Auflösung der Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen.

Teilweise stehen die Erträge in engem Zusammenhang mit entsprechenden Aufwendungen. Korrespondierend zu den Erträgen aus Miete und Pacht und den Erträgen aus Nebenleistungen des Warenverkehrs stiegen auch die entsprechenden Aufwendungen an. Darüber hinaus erhöhten sich auch die Aufwendungen für Instandhaltung und Verbrauchsmaterial sowie für Fuhrpark und Frachten.

Die Erhöhung der Aufwendungen für Fuhrpark und Frachten erhöhten sich vornehmlich in den Geschäftsfeldern Handel Deutschland und Handel International. Der Anstieg im Geschäftsfeld Handel Deutschland resultiert unter anderem aus dem vermehrten Fremdbezug von Logistikdienstleistungen im Rahmen des Ausbaus der Geschäftstätigkeit.

Der Anstieg der Aufwendungen für Miete und Leasing betrifft im Wesentlichen das Geschäftsfeld Handel Deutschland und ist u. a. auf den erstmals ganzjährigen Einbezug der REWE Dortmund SE & Co. KG, Dortmund, zurückzuführen. Zudem resultierte der Anstieg der Miet- und Leasingaufwendungen aus der höheren Anzahl angemieteter Objekte, die an Partner untervermietet werden. Im Geschäftsfeld Handel International führte der erstmalige Einbezug der UAB Palink, Vilnius (Litauen), ebenfalls zu einem deutlichen Anstieg.

Der Anstieg der Aufwendungen für Instandhaltung und Verbrauchsmaterial betrifft im Wesentlichen das Geschäftsfeld Handel Deutschland. Ursächlich hierfür waren u. a. bauliche Veränderungen im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen.

Der Anstieg der Personalaufwendungen (5,4 Prozent) begründet sich u. a. mit dem erstmalig ganzjährigen Einbezug der REWE Dortmund SE & Co. KG, Dortmund, der Erstkonsolidierung der UAB Palink, Vilnius (Litauen), und den Tariferhöhungen 2018.

Das EBITA lag 2018 bei 608,5 Mio. € und damit 117,1 Mio. € über dem des Vorjahres (491,4 Mio. €).

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 2,0 Mio. €: Einem um 17,6 Mio. € gestiegenen Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen und einem um 6,8 Mio. € höheren Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente standen ein um 11,8 Mio. € vermindertes Zinsergebnis und ein um 10,6 Mio. € rückläufiges sonstiges Finanzergebnis gegenüber. Die Verbesserung des Ergebnisses aus at equity bilanzierten Unternehmen resultierte im Wesentlichen aus der Umklassifizierung der UAB Palink, Vilnius (Litauen), die im Vorjahr als zur Veräußerung gehaltene Gesellschaft eingestuft war. Der erfasste Ertrag betrifft das anteilige Ergebnis bis zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ab 1. August 2018. Im Zinsergebnis stehen gestiegene Zinserträge aus Steuern erhöhten Zinsaufwendungen aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber.

Aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergibt sich ein Aufwand in Höhe von 153,7 Mio. € (Vorjahr: 133,0 Mio. €). Dieser setzt sich aus einem laufenden Steueraufwand in Höhe von 134,3 Mio. € (Vorjahr: 136,4 Mio. €) und einem Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 19,4 Mio. € (Vorjahr: Ertrag 3,4 Mio. €) zusammen. Im laufenden Steueraufwand ist ein Ertrag in Höhe von 23,1 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) aus Steuern für Vorjahre enthalten.