REWE Group
Geschäftsbericht 2019
REWE Group Geschäftsbericht 2019

Ein Wort mit zwei Buchstaben, das ein Lebensgefühl ausdrückt? Österreicher wissen sogleich, wonach hier gefragt wird: „jö“ ist ein Begriff, den alle im Land verstehen und verwenden, wenn sie positiv überrascht sind. Wenn sie sich freuen, weil etwas unerwartet gut läuft. Zwei Schriftzeichen – und jeder weiß Bescheid. Seit Mai vergangenen Jahres ist „jö“ aber auch Name und Leitmotiv einer Marke in Österreich. Unter diesem Begriff hat die REWE Group ein händler- und branchenübergreifendes Multipartnerprogramm etabliert – den jö Bonus Club. Mit nur einer Kundenkarte, der jö Karte (wahlweise auch der jö App), können schon jetzt mehr als 3,8 Millionen Clubmitglieder beim Einkauf in verschiedenen Geschäften Bonuspunkte sammeln – und diese für zahlreiche Vorteile bei allen teilnehmenden Partnern einlösen. Ein Kundenclub von Österreichern für Österreicher. Nah an den Wünschen und Gewohnheiten der Menschen zwischen Vorarlberg und Burgenland. Maßgeschneidert und nicht ein für Österreich lediglich kopiertes, bereits vielfach erprobtes internationales Konzept. Konsequenterweise haben auch die clubeigenen Bonuspunkte einen landestypischen, höchst individuellen Namen: „Ös“. 

Verbraucher in Wien, Salzburg, Graz oder anderswo im Land lassen sich beim Einkaufen üblicherweise stark von Preisaktionen leiten. Und sie sammeln gerne Bonuspunkte. Die Folge: Österreich ist traditionell ein Land der Kundenkarten. Im Durchschnitt stecken etwa 14 solcher Kundenkarten von unterschiedlichen Händlern in den Brieftaschen der Konsumenten. Da den Überblick zu behalten ist für die Nutzer nicht leicht. Denn Rabattsysteme, Aktionen und Programmtechniken der Kartenanbieter sind häufig sehr unterschiedlich. „Mit der jö Karte haben wir eine einfache, praktische Lösung entwickelt, die den Alltag der Kunden spürbar erleichtert“, erläutern Ulrike Kittinger und Mario Günther Rauch, Geschäftsführer des jö Bonus Club.

REWE Group Geschäftsbericht 2019

Morgens auf dem Weg zur Arbeit bei OMV tanken, in der Mittagspause schnell bei BILLA oder PENNY ein paar Besorgungen machen, später bei BIPA einige Beauty-Produkte kaufen – und jedes Mal dieselbe Kundenkarte einsetzen und Bonuspunkte sammeln: Die jö Karte möchte ein wertvoller Begleiter durch den Tag sein. Das gelingt immer mehr. Ein Jahr nach dem Start ist die jö Karte rein rechnerisch bereits in jedem österreichischen Haushalt vertreten – und wird genutzt. An einem durchschnittlichen Einkaufstag zücken jö Mitglieder etwa 800.000-mal das goldfarbene Rechteck mit den beiden markanten Buchstaben. An manchem Samstag ist dies sogar mehr als eine Million Mal der Fall. Beim Einkaufen, an der Tankstelle oder auch bei Finanzgeschäften, denn mit der BAWAG P.S.K. nimmt auch eine der führenden Banken in Österreich an dem Partnerprogramm teil. Mehr als zwei Drittel des Umsatzes, den die zur REWE Group gehörenden Unternehmen erwirtschaften, werden bereits über die jö Karte abgewickelt.


Bonus Club für Österreich

„Es war uns sehr wichtig, den jö Bonus Club in und für Österreich zu entwickeln und die Mechanik des Programms punktgenau auf die Bedürfnisse des heimischen Konsumenten auszurichten“, betont Ulrike Kittinger. Aktuell haben sich 15 Unternehmen mit zusammen etwa 3.500 Märkten beziehungsweise Standorten dem Programm angeschlossen. In diesem Jahr werden weitere Partner mit zahlreichen Filialen auch aus neuen Branchen hinzukommen. Damit schafft der jö Bonus Club weiteren Mehrwert für seine Mitglieder und stärkt den stationären Handel in Österreich.

Ulrike Kittinger, Geschäftsführerin bei Unser Ö-Bonus Club GmbH
„Es war uns sehr wichtig, den jö Bonus Club in und für Österreich zu entwickeln und die Mechanik des Programms punktgenau auf die Bedürfnisse des heimischen Konsumenten auszurichten.“

Bequem Bonuspunkte sammeln und mit der jö App oder auf den Kassenbons der Partnerunternehmen jederzeit das aktuelle Guthaben abrufen: Das ist das eine. Wertvoll wird die Mitgliedschaft im jö Bonus Club für die Kartennutzer aber erst durch die zahlreichen Möglichkeiten, die gesammelten Ös partnerübergreifend einzulösen. Zum Beispiel durch Umwandlung in einen Einkaufsbonus. Weniger zahlen mit Ös. Die bei allen Partnern gesammelten Bonuspunkte lassen sich aber auch bei ausgewählten Partnerunternehmen für einen einmaligen Preisnachlass im Folgemonat einlösen. Oder der Kunde profitiert von exklusiven jö Partner-Aktionen und Vorteilsbons, die ihm zugeschickt werden.

Es müssen aber nicht immer Rabatte oder besondere Produkte sein. Manche Kunden möchten sich lieber mit Erlebnissen belohnen lassen und wünschen sich Vergünstigungen für Freizeitaktivitäten. Für eine Schiffstour auf der Donau von Wien nach Budapest zum Beispiel, für ein Konzert oder für eines von mehr als 100 weiteren Events. Für seine „jö Bonuswelt“ spürt der Club immer wieder Wünsche der Mitglieder auf und schnürt entsprechende Erlebnisangebote. „Vielen Kunden ist es auch ein großes Anliegen, soziale Verantwortung zu übernehmen. Deshalb bietet der jö Bonus Club auch die Möglichkeit, für wohltätige Projekte etwa der Caritas oder des Österreichischen Roten Kreuzes zu spenden“, sagt Mario Günther Rauch. Die bisher gespendeten über sieben Millionen Ös zeigen, wie punktgenau dieses Angebot den Wunsch vieler Menschen trifft.

Marktforschungen haben ergeben, dass sich viele Kunden relevante und auf ihre persönlichen Interessen zugeschnittene Informationen und Angebote wünschen. Mit den gesammelten Daten der Kartennutzer sind die Partner des jö Bonus Clubs in der Lage, individuelle Angebote zuzuschneiden. Dabei muss es nicht immer gleich um Umsatzerzielung gehen, sondern möglicherweise um Bekanntheit und Frequenz. Manchmal möchte sich ein Unternehmen nach der Eröffnung eines neuen Standorts zunächst im Umkreis bekannt machen. Da kann es helfen, allen jö Karteninhabern im Radius von zehn Kilometern ein besonderes Angebot zu machen. Angst, als Teilnehmer an einem Multipartnerprogramm zu einem gläsernen Konsumenten zu werden, muss niemand haben. „Unsere Partner sehen jeweils nur ihre eigenen Kundendaten. Es gibt keinen Austausch zwischen den Unternehmen“, erläutert Ulrike Kittinger. Ganz so wie es die Österreicher bis vor einem Jahr von den bis zu 15 Unternehmen gewohnt waren, deren Karten in ihren Brieftaschen steckten. Jetzt haben sie eine einzige, die jö Karte, maßgeschneidert und ausgestattet mit maximaler Wahlfreiheit.