Neues REWE-Marktkonzept

Wie sehen die Märkte der Zukunft aus?

Ein Supermarkt mit einer Warenwelt wie auf dem Wochenmarkt? Warum nicht! Moderne Vollsortimenter müssen mehr sein als nüchterne Anbieter von Qualität und Frische in zweckmäßigen Läden. Sie sollen bei den Kunden Emotionen wecken. Wie das geht, zeigt REWE mit den neuen Märkten der Generation 2020.

Wer wissen will, wie die Supermärkte der nächsten Generation aussehen, muss die Kunden befragen. Wie wollen sie künftig einkaufen? Oder besser zunächst einmal: Welche Bedeutung hat für sie überhaupt der Einkauf von Lebensmitteln? Geht es ihnen vor allem um eine schnelle Beschaffung der häufig selben Waren des täglichen Bedarfs? Oder sehen sie Einkaufen emotionaler – als Reise durch eine großzügig präsentierte Warenwelt, bei der sie sich gerne von Neuem überraschen und inspirieren lassen? REWE hat seine Kunden gefragt, und die Antwort war eindeutig: Sie schätzen klar strukturierte Märkte, in denen sie sich schnell orientieren können. Aber bitte nicht zu nüchtern und steril! Die Kunden möchten auch emotional angesprochen werden. Sie wünschen sich Wohlfühlatmosphäre. Und natürlich vor allem: viel Frische!

Alle Sinne ansprechen. Wie geht das? Im Supermarkt der Generation 2020 gelingt das z. B., indem der Kunde gleich, nachdem er den Markt betreten hat, auf ein Ambiente trifft wie auf einem Wochenmarkt: mit einer üppigen Auswahl frischer Früchte und Gemüsesorten in Top-Qualität. Aus der Region oder exotisch, großzügig ausgelegt in mehrstufigen Möbeln, warm ausgeleuchtet mit Deko- und Korblampen. Dazu, als Service, eine kleine Warenkunde per Infobrett. Zum Beispiel Äpfel: Sind Elstar eher säuerlich-herb oder fruchtig-süß? Und wie schmecken die Sorten Braeburn und Jonagold? Eine Schautafel über dem Regal verrät es.

Hier findet sich mehr als auf einem Wochenmarkt: frisch abgepacktes, mundgerecht geschnittenes Obst. Ananas, Beeren, Melonen und andere Früchte – fertig zubereitet für den sofortigen schnellen Verzehr. In kleinen Happen oder verarbeitet zu Smoothies. Ein Salat gefällig? Eisberg oder Endivien? Tomaten, Paprika, Mais? Oder lieber mit Thunfisch und obendrauf ein paar Schafskäse-Würfel? Oder Croutons? Wer vor der langen SB-Salattheke steht, hat die Qual der Wahl. Überhaupt Convenience: Die Auswahl an vorgefertigten oder schnell zuzubereitenden Produkten ist im gesamten Markt groß. Denn heute muss Essen häufig schnell gehen. Trotzdem soll es gesund und frisch sein.

Nächster Stopp auf der Reise für die Sinne: gekühlte Frische. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch den Markt, entlang der Wände rechts und links, ein ständiger Begleiter auf den großen, breiten Laufwegen der Kunden. Marke und Eigenmarke, Single-Verpackung und XXL-Version, aus der Heimat oder von weiter her – ein Füllhorn gekühlter Frischeartikel, übersichtlich sortiert und hell ausgeleuchtet in hohen, modernen Möbeln. Durch die großen Glasflächen hat man einen sehr guten Durchblick auf das Frischesortiment.

Blick in die Obst- und Gemüseabteilung
Blick in die Obst- und Gemüseabteilung

Das neue REWE-Marktkonzept lässt den Einkauf zum Erlebnis werden. Abgebildet hier: REWE-Märkte in Meckesheim, Eching und Köln.

Fischtheke im REWE-Markt
Gekühlte Frische im REWE-Markt
Blick in die Obst- und Gemüseabteilung
Mehrstufige Obst- und Gemüseregale
Convenience-Regal im REWE-Markt
Bedienungstheke im REWE-Markt
Kühlregale im REWE-Markt
 Kühlregale im REWE-Markt
Frische Backwaren im REWE-Markt
Regalreihen im REWE-Markt

Orientierungsprobleme bei der Tour durch den Markt gibt es nicht. Große Schilder an den Wänden und Hinweistafeln an den Regalen weisen den Weg zu den Produkten, die der Kunde sucht. Zum Beispiel dorthin, wo fachkundige Mitarbeiter Premiumkäse, Fleischspezialitäten oder frischen Fisch anbieten: an die Bedientheke. Hier sieht es ein bisschen aus wie in einem traditionellen Handwerksbetrieb. Mit weißen Fliesen an der Rückwand. Das wirkt luftig, hygienisch, modern. Es gibt Bildschirme mit Hinweisen auf Aktionsartikel. Und Setzkästen mit Eigenmarken-Artikeln. Trotz ihrer Größe und Wucht scheint die Servicetheke zu schweben – ein geschickter Kunstgriff der Ladenbauer, die das Möbel im vorderen Bereich auf schlanke Pfeiler gestellt haben. So wirkt es offen und weniger massiv.

Weiter geht’s, vorbei an anderen Warenwelten. An einem gut sortierten, übersichtlich präsentierten Wein-Sortiment. Oder an Drogerieartikeln, strahlend hell ausgeleuchtet, in offenen Möbeln. An der Kasse heißt es sich zu entscheiden – zwischen traditionellem Check-out mit Warentransportband und Kassiererin oder Scannen in Eigenregie und Bezahlen am Automaten. Wer nur ein paar Artikel kaufen möchte und es eilig hat, wählt gern die SB-Kasse, weil es häufig schneller geht.

Jetzt rasch noch etwas essen? Da gibt es wieder zwei Optionen. Der Bäcker im Vorkassenbereich lockt mit einem großen Angebot frisch zubereiteter Snacks und einer breiten Kaffee-Auswahl in Premiumqualität. Oder doch lieber zum „deli“, der Gastronomie im Markt? Dort lässt sich schnell und lecker satt werden. Aber es ist auch ein guter Ort zum Genießen und Verweilen in einem offenen, schicken Ambiente – mit Bänken, Stühlen und Sesseln für Gäste, die etwas mehr Zeit mitbringen. Der Speiseplan wechselt, aber zwei Dinge gibt es hier immer, auch wenn sie nicht extra auf der Karte stehen: hohe Qualität und viel Frische.

Stefan Weiß, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb Deutschland REWE Markt GmbH

„Mehr Emotion, mehr Erlebnis“
Stefan Weiss, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb Deutschland REWE Markt GmbH

Was zeichnet die REWE-Supermärkte der Generation 2020 aus?

Stefan Weiss: Das neue Markt-Konzept soll Emotionen wecken. Wir möchten den Einkauf für die Kunden noch mehr zu einem Erlebnis werden lassen. Dazu gehört eine moderne, luftige Ladenarchitektur mit leicht wirkenden Möbeln und gut einsehbaren Warenwelten. Herzstück unseres Konzepts 2020 ist ein „Marktplatz der Frische“, auf dem Obst und Gemüse wie auf einem Wochenmarkt präsentiert werden: vielfältig, großzügig und in höchster Qualität. Ein wichtiges Element ist zudem der rundum neu gestaltete Servicebereich mit Bedientheken für Käse, Wurst und – je nach Standort – auch Fisch. Und im Sortiment besitzt Convenience einen deutlich höheren Stellenwert.

Gibt es ein Konzept für alle REWE-Märkte?

Stefan Weiss: Das Konzept Supermarkt 2020 ist modular aufgebaut. Wie bei einem Baukasten haben wir die Möglichkeit, einzelne Elemente herauszugreifen und so zusammenzusetzen, dass der Markt passgenau für den jeweiligen Standort ist. Auf diese Weise können wir uns im Supermarktgeschäft noch besser auf die regionalen und lokalen Besonderheiten vor Ort einstellen. Viele Stilelemente sind jedoch in jedem Markt zu finden – so bleibt REWE als Marke sichtbar und die Kunden wissen: Das ist ein REWE-Markt, hier kann ich schnell und bequem frische und qualitativ hochwertige Produkte einkaufen. Und das vom kleinen REWE-Markt bis hin zu einem REWE CENTER-Markt.

Welchen Stellenwert hat künftig im Markt die Gastronomie?

Stefan Weiss: Die Kunden sollen bei REWE die gastronomische Kompetenz ebenfalls wahrnehmen. Das heißt: hohe Qualität und viel Frische in einem emotional ansprechenden Ambiente. Überall da, wo es die räumlichen Gegebenheiten zulassen, sollen Gastronomieflächen zu einem festen Bestandteil des Marktes werden. Auch hier arbeiten wir wieder mit einem Tool von Modulen, aus dem wir die je nach Standort passenden Elemente herausgreifen.